Vorwort des Vorstands

Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

Das Ergebnis des dritten Quartals 2007 ist das beste Q3-Ergebnis in der Geschichte der Software AG. Grundlage des Erfolgs sind ein hochprofitables Kerngeschäft im Bereich Datenmanagement, dynamisches Wachstum bei Integrationssoftware und eine effiziente Gesamtorganisation. Das profitable Wachstum der Software AG bestätigt, dass die Akquisition der Softwareunternehmen SPL in Israel und webMethods in den USA richtig war und die Integration im dritten Quartal weiter erfolgreich umgesetzt wurde. Auch der Finanzmarkt hat die Transaktion gewürdigt: Im September 2007 erhielt die Software AG für die webMethodsÜbernahme in den USA die Auszeichnung „Best Cross-Border Deal 2007“.

Die Integration der am 25. Mai 2007 akquirierten US-Gesellschaft webMethods verlief planmäßig. So ist der Vertrieb in den Regionen EMEA (Europe, Middle East, Africa) und APJ (Asia, Pacific, Japan) im dritten Quartal zusammengeführt worden. Daneben wurden die Dienstleistungsbereiche (Professional Services) zu einer Einheit zusammengefasst und mit der Integration der F&E-Abteilungen wurde begonnen. In Ergänzung zum Integrationsprozess der akquirierten Unternehmen wurde die Organisationsstruktur der Software AG konsequent auf die beiden Geschäftsbereiche Enterprise Transaction Systems (ETS) (Datenmanagement) und webMethods (Integrationssoftware) ausgerichtet.

Mit der neuen, kundennahen Organisation sind wir am Markt gut aufgestellt und haben damit den Grundstein für unseren Erfolg in 2008 gelegt. Wie wichtig eine gute Marktaufstellung in einer so dynamischen Branche ist, zeigt der aktuelle Konsolidierungstrend im Softwaremarkt. Durch ihre Technologie, globale Kundenbasis, finanzielle Stärke und hohe Effizienz wird die Software AG weiter wachsen mit dem Ziel, einer der drei global führenden Anbieter von Infrastruktursoftware zu werden.

Organisationsstruktur angepasst

Im dritten Quartal haben wir unser Unternehmen organisatorisch neu strukturiert und auf die beiden Geschäftsbereiche ETS und webMethods ausgerichtet. Damit wurde die zu Beginn des Jahres bereits eingeleitete weltweite Konzentration der Kräfte auf zwei Geschäftsbereiche manifestiert und die Berichterstattung entsprechend umgestellt. Einher mit der Umorganisation geht eine Veränderung im Vorstand: David Mitchell, Vorstandsvorsitzender von webMethods, Inc. vor dem Zusammenschluss, wurde Ende Juli in den Vorstand der Software AG berufen. Er verantwortet seitdem weltweit den Vertrieb des Geschäftsbereichs webMethods. Somit haben nun beide Geschäftsbereiche je einen Vorstand für Vertrieb sowie für Forschung und Entwicklung.

Welche konkreten Vorteile ergeben sich aus den Anpassungen? Die neue Struktur führt in erster Linie zu einer besseren Kundenorientierung. Der Vertrieb ist jetzt als eine durchgängige Prozesskette, von der Managementebene bis zum einzelnen Kunden, innerhalb eines Geschäftsbereichs organisiert. Die Vertriebsmitarbeiter sind entweder als Experten von Datenmanagement oder als Experten von Integrationssoftware kompetente Partner für die Kunden und sie werden von ihrem jeweiligen Geschäftsbereich optimal unterstützt.

„The Power of Two“ trägt erste Früchte

Der Markt bestätigt unsere Strategie: Wir konnten im dritten Quartal über 250 neue Geschäftsabschlüsse tätigen. Darüber hinaus haben diverse Marktforschungsunternehmen unsere Produkte ausgezeichnet, darunter AMR Research und Forrester Research. In der neuen Produktlinie „webMethods 7.1“ haben wir im September die bisherige Produktgruppe „crossvision Suite“ mit den Produkten von webMethods zusammengefasst. Sie vereint erstklassige Produkte für die Bereiche SOA Governance, Business Integration und Business Process Management in einer vollständig modularen Produkt-Suite. Die neue Version 7.1 wurde auf unserer Kundenkonferenz „Integration World“ Anfang November in Orlando, Florida/USA, präsentiert.

Der erste große gemeinsame Vertriebserfolg hat sich bereits im abgelaufenen dritten Quartal eingestellt. Durch vereinte Kräfte gewann die Software AG einen Großauftrag in der Finanzdienstleistungsbranche, den zuvor weder die Software AG noch webMethods alleine für sich hatten entscheiden können. Dies belegt das Potenzial für Umsatzsynergien der Akquisition.

Geschäftszahlen entsprechen unseren Erwartungen

Die vorgestellte positive Geschäftsentwicklung hat dazu geführt, dass wir auch im dritten Quartal alle wesentlichen Kennziffern verbessert haben. Dabei ist erstmals auch webMethods vollständig über den gesamten Zeitraum konsolidiert. Die Software AG hat ihren Konzernumsatz von 113,8 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 157,8 Mio. Euro gesteigert. Einen wesentlichen Anteil daran hat die deutliche Geschäftsausweitung im Bereich webMethods. Dieser trug in diesem Quartal 44 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Die Lizenzumsätze wuchsen über beide Geschäftsbereiche gesehen überproportional von 37,0 Mio. Euro auf 57,4 Mio. Euro. Das EBIT konnte von 25,6 Mio. Euro auf 32,4 Mio. Euro gesteigert werden. Mit diesen Kennzahlen liegen wir voll im Plan, um unsere Prognose für das Gesamtjahr einzuhalten.

Bestätigung der Prognose 2007 und Geschäftsausweitung 2008

Wir bekräftigen unsere Prognose für 2007 mit einer Steigerung des operativen Konzernumsatzes um währungsbereinigt 30 bis 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Lizenzumsätze werden demnach um 45 bis 50 Prozent anwachsen. Das Ergebnis pro Aktie wird unserer Einschätzung nach auf Grund positiver Synergieeffekte bei 3,10 bis 3,25 Euro liegen.

Für das Geschäftsjahr 2008 planen wir einen weiter stark wachsenden Konzernumsatz (22–25 Prozent operativ). Die EBIT-Marge wird unserer Einschätzung nach bei 23 Prozent liegen, das heißt 1 Prozentpunkt über der diesjährigen Planung.

Damit hat sich die Software AG wieder hohe Ziele gesteckt und baut auf die bisherigen Erfolge mit Kunden und Partnern auf.

 

Mit freundlichem Gruß

Karl-Heinz Streibich
Vorsitzender des Vorstands

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