Pressemitteilung

Software AG erwirbt die führende Complex-Event-Processing-Plattform Apama von Progress Software

  • Die Übernahme ist ein wichtiger Schritt im Rahmen der Strategie der Software AG, das digitale Unternehmen für ihre Kunden zu verwirklichen
  • Kunden können ihre Geschäftsaktivitäten künftig in Echtzeit über unterschiedlichste Datenströme hinweg korrelieren, analysieren und damit große Datenmengen optimal ausschöpfen
  • Unternehmen erhalten die Möglichkeit, das industrielle Internet (Industrie 4.0) vollständig zu integrieren, bei dem intelligente Rechner riesige Mengen operativer Daten in Echtzeit auswerten und daraus Entscheidungen ableiten
  • Mit Apama kann die Software AG ihre marktführende Rolle bei CEP-Plattformen in Kapitalmärkten (algorithmischer Handel, Risiko- und Marktbeobachtung), bei der Telekommunikation sowie in der Logistikkette weiter ausbauen
  • Mit der Übernahme führt die Software AG ihren Kurs fort, den BPE-Geschäftsbereich (Business Process Excellence) dynamisch auszubauen

Darmstadt, Deutschland, 13.06.2013

Die Software AG hat heute angekündigt, dass sie eine Vereinbarung mit Progress Software über den Erwerb von Apama getroffen hat - eine marktführende Plattform für Complex Event Processing (CEP). Mit Apama können Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten über die unterschiedlichsten Datenströme hinweg in Echtzeit korrelieren und analysieren und somit sofortige Geschäftsentscheidungen treffen. Zusammen mit den Technologien der Software AG für die Übertragung von Nachrichten mit niedriger Latenz sowie der In-Memory-Technologie wird die Apama-CEP-Plattform Kunden künftig in die Lage versetzen, überall dort maximalen Nutzen aus ihren Echtzeit-Daten zu ziehen, wo die Reaktionszeit unter einer Sekunde liegen muss: z.B. bei der Betrugserkennung, im Börsenhandel oder beim Kundenerfahrungsmanagement. Apama CEP erlaubt Kunden außerdem, Aktivitäten zu entwerfen, zu testen, zu überwachen und zu steuern, die auf „Industrie 4.0“ – das industrielle Internet – abzielen.

Die Software AG übernimmt die Technologie-Teams von Apama an den Hauptstandorten Cambridge (England), Bedford (USA) und Hyderabad (Indien). Auch der weltweite Vertrieb und die technischen Support-Teams von Apama sind von der Übernahme betroffen. Der Großteil der Kundenbasis ist vor allem im Banken- und im Kommunikationssektor angesiedelt. Die Produktmarke Apama wird beibehalten, da diese einen hohen Bekanntheitsgrad im CEP-Markt hat. Auch der Branchenfokus auf Kapitalmärkte und Lösungen für Kundenerfahrungsmanagement und Betrugserkennung wird beibehalten.
„Daten können schon nach kürzester Zeit wertlos sein”, kommentierte Robin Gilthorpe, CEO von Terracotta und Mitglied des Group Executive Board der Software AG, den Erwerb von Apama. „Die Big-Data-Technologie der Software AG hilft Unternehmen, auf große Datenmengen zu reagieren, noch während diese Daten aktiv sind und eine Reaktion geschäftlich relevant ist – z.B. um Betrug zu verhindern, den Absatz von Produkten zu steigern oder sogar Leben zu retten. Dieser Zukauf ist ein wichtiger Schritt im Rahmen unserer Strategie, Unternehmen bei der Gewinnung wichtiger Erkenntnisse aus großen Datenmengen in Echtzeit zu unterstützen.“

Die Big-Data-Strategie der Software AG zielt auf die Echtzeit-Analyse großer Datenmengen aus beliebigen Quellen von jedem beliebigen Endgerät ab. Diese Strategie kombiniert In-Memory-Datenmanagement mit der schnellen Verarbeitung von Ereignisströmen. Die Big-Data-Plattform der Software AG wird neuartige Anwendungen ermöglichen, die sich flexibel an aktuelle Szenarien und Datenarten anpassen. Dies war mit herkömmlichem Datenmanagement auf Festplattenbasis bisher nicht umsetzbar. Apama ist eine CEP-Plattform mit niedriger Latenz, die das Produktportfolio der Software AG gezielt ergänzt.

Dr. John Bates, Mitbegründer von Apama und Chief Technology Officer bei Progress Software, sagte: „Progress Software und die Software AG arbeiten gemeinsam mit Hochdruck daran, einen nahtlosen Übergang für unsere Kunden zu gestalten und ihnen die Unterstützung zukommen zu lassen, auf die sie sich auch bisher verlassen konnten. Ich selbst werde mich nach Abschluss der Transaktion der Software AG anschließen und persönlich dafür einsetzen.“

Mit der Übernahme von Apama baut die Software AG ihren dynamisch wachsenden Geschäftsbereich für Integrations- und Prozess-Software (Business Process Excellence) konsequent aus. Sie unterstützt ihre Kunden bei der Transformation zum digitalen Unternehmen im Umfeld der vier IT-Megatrends Mobile, Cloud, Social Collaboration und Big Data. Mit dem BPE-Geschäftsbereich hat die Software AG im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 547 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Die Lizenzeinnahmen dieses Geschäftsbereichs sind in Q1 2013 gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent gestiegen.

Technische Details
Die Event-Processing-Plattform Apama ist eine Umgebung für das Design und den Betrieb von CEP-Anwendungen. Sie bietet Analysten, Entwicklern und Administratoren ein Design Center mit grafischen Werkzeugen und umfassenden Analyse- und Testfunktionen. Diese sind speziell für CEP-Lösungen optimiert und decken den gesamten Lebenszyklus ab. Apama ist der führende Anbieter von CEP-Technologie für Trading-, Risk- und Compliance-Lösungen in der  Finanzbranche. Apama ist eine flexible und leistungsstarke Plattform für die Entwicklung von ereignisgesteuerten Anwendungen.

Über Software AG
Die Software AG (FRA: SOW) hilft Unternehmen, ihre Geschäftsziele schneller zu erreichen. Mit den Technologien des Unternehmens für Big Data, Integration und Geschäftsprozessmanagement steigern Unternehmen ihre Effizienz, modernisieren ihre Systeme und optimieren ihre Prozesse, um qualifizierte Entscheidungen zu treffen und einen besseren Service zu erbringen. Seit mehr als 40 Jahren steht das Unternehmen für Innovationen, die sich am Nutzen für den Kunden ausrichten. Mit den Produktfamilien Adabas und Natural, ARIS, Terracotta und webMethods ist das Unternehmen führend in 15 Marktsektoren. Die Software AG beschäftigt ca. 5.300 Mitarbeiter in 70 Ländern und erzielte 2012 einen Umsatz von 1,05 Milliarden Euro.

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