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Software AG GB 2012, deutsch

SOFTWARE AG | GESCHÄFTSBERICHT 2012 144 Die getroffenen Maßnahmen werden sich voraussichtlich stabilisierend auf die Produktumsätze dieser Produktlinie auswirken, so dass nur eine Umsatzabschwächung im ein- stelligen Prozentbereich erwartet wird. Akquisitionen Durch gezielte Übernahmen vergrößern wir unser Techno- logieangebot und bauen unsere weltweite Präsenz weiter aus. Vor dem Hintergrund unbestimmter zukünftiger Markt- und technologischer Entwicklungen ergibt sich das Risiko die richtigen Zielunternehmen zu bestimmen. Um die aktuellen technologischen Entwicklungen früher kennenzulernen, wurde der Dienstsitz des für Corporate Marketing zuständi- gen Board Mitgliedes sowie die Fachbereichsleitung der M&A-Abteilung von Darmstadt nach San Francisco, Kalifor- nien, USA, verlagert. Aufgrund der Vielzahl der dort ansäs- sigen weltweit führenden IT-Unternehmen sowie der aus- geprägten Start-up-Kultur partizipiert die Software AG daran, die zukünftigen Trends in der IT-Industrie dort früher zu identifizieren und für sich nutzbar zu machen. Darüber hinaus besteht das Risiko, die übernommenen Unternehmen nicht erfolgreich zu integrieren. Die darin bestehenden Herausforderungen beziehen sich auf die Inte- gration des Produktportfolios, der Prozesse, der Organisation, des Personals sowie der unterschiedlichen Unternehmens- kulturen. Um die akquirierten Unternehmen erfolgreich zu integrieren, haben wir für die Zeit vor und nach der Akqui- sition sichernde Prozesse definiert: Pre-Akquisitionsphase: Im Vorfeld einer Übernahme prüfen wir intensiv, ob die Technologie des in Frage kommenden Unternehmens das Produktportfolio der Software AG effizient erweitert, wie sich der Marktzugang sowie die Marktdurchdringung ändern implementiert. Des Weiteren haben wir Schritte eingeleitet, um eine kontrollierende Analyse auf die Verwendung von Open-Source-Code-Elementen durch eine softwaretechnische Überprüfung der Programmcodes durchzuführen. Es besteht das Risiko, dass diese Prozesse in Einzelfällen versagen und die Gesellschaft, für die mit Open-Source-Code-Rechten infizierten Produkte, keine Lizenzgebühren erheben kann. ETS-Produktbereich Der traditionelle ETS-Produktbereich befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium des Produktlebenszyklus. Daraus resultiert das Risiko sich abschwächender Umsatzerlöse in diesem Produktbereich. Ein Teil unserer Stabilisierungsstra- tegie hinsichtlich dieses Geschäftes basiert auf der Möglich- keit, die bestehenden Lizenzrechte der Kunden zu erweitern, um dadurch neue Umsatzerlöse zu generieren. Diese Mög- lichkeit lässt sich nach erfolgter Vertragsanpassung nicht beliebig wiederholen. Hierdurch entsteht das Risiko, dass sich die ETS-Lizenzerlöse einzelner Kernländer beschleunigt verringern. Auch der stetige Trend, dass Kunden von Main- frame auf die preisgünstigeren Open-Systems-Plattformen wechseln, erhöht das Risiko eines sich abschwächenden Wartungsumsatzes. Die Software AG wirkt den Risiken durch folgende Maßnah- men entgegen: • Prozessverbesserungen durch das BPE-Produktportfolio unterstützen die ETS-Modernisierung und erhöhen damit den Produktlebenszyklus dieser Produktlinie. • Durch die stetige Erweiterung des ETS-Produktportfolios durch Add-On-Produkte werden neue Umsatzquellen erschlossen. • In 2012 wurde eine globale Maintenance- und Support- Business Unit implementiert. Aufgabe dieser Einheit ist die weltweite Koordination aller erforderlichen Maßnah- men die Wartungsumsatzströme aus dem ETS-Geschäft zu stabilisieren.

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