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Software AG GB 2012, deutsch

SOFTWARE AG | GESCHÄFTSBERICHT 2012 78 BRANCHENENTWICKLUNG Das geringe Wachstum der Weltkonjunktur machte sich auch im IT-Markt bemerkbar. Weltweit ist dieser Markt im vergangenen Jahr lediglich um 3 Prozent auf 3,6 Billionen US-Dollar gewachsen. Im Vorjahr hatte das Wachstum noch 7,9 Prozent betragen. Das geht aus Analysen des US-Markt- forschungsunternehmens Gartner hervor. Demnach ist das Marktsegment für Unternehmenssoftware nur noch um 3,3 (Vj. +9,8) Prozent auf 278 Mrd. US-Dollar angestiegen. Das Marktsegment für IT-Dienstleistungen stieg um 1,8 (Vj. 7,7) Prozent auf 881 Mrd. US-Dollar. Die Ausgaben für IT in Europa, im Mittleren Osten und Afrika (EMEA) berechnet Gartner im vergangenen Geschäftsjahr auf 1,138 Billionen US-Dollar – ein Rückgang von 3,6 Prozent. In Westeuropa fällt der Rückgang mit einem Minus von 5,9 Prozent noch stärker aus. Die Analysen des European Information Technology Observatory (EITO) bestätigen diese Einschätzung grundsätzlich – auch wenn die Zahlen belegen, dass beide Forschungsinstitute die Märkte unterschiedlich abgrenzen. Nach EITO sind es die Schwellenländer, die das Branchenwachstum vorantreiben. Schon heute machen diese mehr als ein Viertel der globalen Nachfrage nach WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE Die Weltkonjunktur hat im Jahr 2012 weiter an Fahrt verlo- ren. Nach einem moderaten Anstieg von 3,8 Prozent im Jahr 2011 dürfte die Weltproduktion im vergangenen Geschäfts- jahr nur noch um 3,2 Prozent gestiegen sein – davon geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel aus. Vor allem die Industrieländer bremsten das Wirtschafts- wachstum. Doch auch die Entwicklungs- und Schwellen- länder, die sich in den vergangenen Jahren mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum vom Rest der Welt abge- hoben hatten, büßten spürbar an Dynamik ein. Im Euroraum sorgten insbesondere die Länder Südeuropas für eine rezessive Gesamtentwicklung. Um die anhaltende Staatsschuldenkrise in den Griff zu bekommen, richteten die Europäischen Regierungen den Europäischen Stabilitäts- mechanismus (ESM) ein. Er zielt darauf ab, die Zahlungsfä- higkeit der Länder innerhalb der Eurozone sicherzustellen. Der deutschen Wirtschaft ist es gelungen, sich von der nega- tiven Entwicklung abzukoppeln, die im Euroraum vorherrscht: Sie legte 2012 um voraussichtlich 0,7 Prozent zu. Dies wird unter anderem der Exportstärke und der niedrigen Arbeits- losenquote zugeschrieben.

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