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Software AG GB 2013, deutsch

Technologieentwicklungen ergibt sich das Risiko, die richti- gen Zielunternehmen zu bestimmen. Gegenwärtig sind in den wachstumsrelevanten Bereichen der vier IT-Mega­trends (Big Data, Cloud, Mobile und Social) nur relativ kleine Ziel- unternehmen verfügbar. Um die aktuellen technologischen Entwicklungen früher zu erkennen, ist der Dienstsitz des Leiters des Bereichs Merger & Acquisitions (M & A) in San Francisco, Kalifornien, USA. Aufgrund der Vielzahl der dort ansässigen weltweit führenden IT-Unternehmen sowie der ausgeprägten Start-Up-Kultur profitiert die Software AG da- von, die zukünftigen Trends in der IT-Industrie dort früher zu identifizieren und für sich nutzbar zu machen. Darüber hinaus besteht das Risiko, die übernommenen Un- ternehmen nicht erfolgreich zu integrieren. Die darin beste- henden Herausforderungen beziehen sich auf die Integration des Produktportfolios, der Prozesse, der Organisation, des Personals sowie der unterschiedlichen Unternehmenskultu- ren. Um die akquirierten Unternehmen erfolgreich zu inte- grieren, haben wir einen weltweit verantwortlichen Integ- ration Manager implementiert. Für die Zeit vor und nach der Akquisition wurden die folgenden risikominimierenden Prozesse definiert: Pre-Akquisitionsphase Im Vorfeld einer Übernahme prüfen wir intensiv, ob die Technologie des in Frage kommenden Unternehmens das Produktportfolio der Software AG effizient erweitert, wie sich der Marktzugang sowie die Marktdurchdringung ändern und welche Synergiepotenziale realisiert werden können. Jeder Akquisition geht eine genaue Analyse des wirtschaft- lichen Zustands des Zielunternehmens durch erfahrene Due-Diligence-Teams voraus. Des Weiteren klären wir, ob die Unternehmenskultur des Zielunternehmens mit der un- seren kompatibel ist. Post-Akquisitionsphase Mit etablierten Kontrollmechanismen identifizieren wir eventuelle Problemfelder schnellstmöglich. Die implemen- tierten Integrationsprozesse unter zentraler Verantwortung stellen die Integration der Bereiche • Forschung und Entwicklung sowie der Produkte, • Marketing und Branding, Produktbereich Enterprise Transaction System (ETS) Der traditionelle ETS-Produktbereich befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium des Produktlebenszyklus mit na- hezu keinem Neukundengeschäft. Daher reduzieren sich die Umsatzerlöse in diesem Produktbereich. Ein Teil unserer Stabilisierungsstrategie hinsichtlich dieses Geschäftes basiert auf der Möglichkeit, die bestehenden Lizenzrechte der ­Kunden zu erweitern, um dadurch neue Umsatzerlöse zu generieren. Diese Möglichkeit lässt sich nach erfolgter Ver- tragsanpassung nicht beliebig wiederholen. Hierdurch be- schleunigt sich die Verringerung der ETS-Lizenzerlöse. Auch der stetige Trend, dass Kunden von Mainframe auf die preis- günstigeren Open-Systems-Plattformen wechseln, führt zu einem sich abschwächenden Wartungsumsatz. Die Software AG wirkt den Risiken durch folgende Maßnah- men entgegen: • Im Geschäftsjahr 2013 wurde erstmals ein global verant- wortlicher Manager für das ETS-Geschäft eingesetzt. • Prozessverbesserungen durch das BPE-Produktportfolio unterstützen die ETS-Modernisierung und erhöhen damit den Produktlebenszyklus dieser Produktlinie. • Über die stetige Erweiterung des ETS-Produktportfolios durch Add-On-Produkte werden neue Umsatzquellen erschlossen. • Die Software AG bietet ihren Kunden Unterstützung bei der Migration von Mainframe zu Open-Systems-Plattfor- men auf ETS-Technologie an, zur Generierung zusätzlicher Umsatzquellen. Die getroffenen Maßnahmen können den rückläufigen Trend des ETS-Geschäfts verzögern, ihn aber nicht aufhalten. Für das kommende Geschäftsjahr 2014 erwartet die Software AG eine währungskursbereinigte Reduktion der ETS-Produkter- löse von − 9 Prozent bis − 16 Prozent. Auch in den Folgejahren wird mit weiter sinkenden Umsätzen ­gerechnet. Dieses stra- tegische Risiko wurde zum Jahres­ende 2013 mit der Risiko- klasse 2 und der Risikostufe 3 bewertet. Akquisitionen Durch gezielte Übernahmen vergrößern wir unser Technolo- gieangebot und bauen unsere weltweite Präsenz weiter aus. Vor dem Hintergrund unbestimmter zukünftiger Markt- und Software AG | Geschäftsbericht 2013 104 Vorstandsbrief AktieHighlights 2013 Über die Software AG

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