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Software AG GB 2013, deutsch

technologische Trends schneller zu integrieren. Ein zukunfts- weisendes Beispiel ist die Übernahme des Cloud-Platt- form-Anbieters LongJump, der uns den Weg in den Wachs- tumsmarkt Cloud Computing öffnet. Im traditionellen Datenbankgeschäft ETS ist aufgrund der allgemeinen Marktsättigung mit einem kontinuierlichen Um- satzrückgang zu rechnen; dennoch wird dieser Bereich noch lange eine tragende Säule des Konzerns sein und eine hohe Profitabilität ausweisen. Denn die ETS-Produkte sind nach wie vor Schlüsseltechnologien für die Kernprozesse von großen Unternehmen. Wir legen großes Augenmerk darauf, die brei- te etablierte Kundenbasis zu erhalten und diese für neue Lösungen aus dem BPE-Bereich zu gewinnen. Es ist uns im Berichtsjahr gelungen, die Kundenbasis annähernd stabil zu halten und durch ein stringentes Kostenmanagement die Gewinnmarge auf einem Höchstniveau zu halten. Im Geschäftssegment Consulting haben wir einen erfolgrei- chen Turnaround vollzogen: Der Bereich Global Consulting Service wurde unter eine neue Leitung gestellt und weltweit eine einheitliche Implementierungsmethodik eingeführt, um die effektive und effiziente Abarbeitung von Aufträgen sicher­zustellen. Darüber hinaus konnte im SAP-Service­ geschäft durch den Rückzug aus unprofitablen Märkten und dem Verkauf der nordamerikanischen und osteuropäischen Geschäftseinheit der Schwerpunkt auf die prozessorientierte SAP-Beratung in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) gelegt werden. Die Neuausrichtung des Consul- tingbereichs führte einerseits zu einem Umsatzrückgang und andererseits zu einem positiven Segmentbeitrag. Die Fokus- sierung des SAP-Consultinggeschäfts hatte auf die Services für die Eigenprodukte keinen Einfluss. Insgesamt verfolgt die Software AG die Strategie, als Pro- dukthaus den Umsatzmix zu optimieren und die margen- starken Lizenz- und Wartungsumsätze im BPE-Bereich über- proportional auszubauen. Der Grund liegt in dem größeren Wachstumspotenzial und der deutlich höheren Ertragskraft im Vergleich zum Servicegeschäft. Lizenzerlöse gelten in der Softwarebranche als Schlüsselkennziffer für zukünftiges Wachstum. Sie führen in der Regel zu langfristigen, wieder- kehrenden Wartungsumsätzen, die durch eine besonders hohe Ergebnismarge geprägt sind. die Investitionen in innovative Zukunftsfelder ermöglichen. Außerdem können wir in diesem Segment auf einen etab- lierten Kundenstamm zurückgreifen, der aussichtsreiche Absatzpotenziale für neue Produkte bietet. Strategie Die Strategie der Software AG ist auf nachhaltiges, profita- bles Wachstum ausgerichtet. Wir streben an, unseren Un- ternehmenswert kontinuierlich zu steigern. In den vergan- genen zehn Jahren ist uns das gelungen. Nach einer Phase der strategischen Neuausrichtung in den Jahren 2003 bis 2006 folgte bis 2009 eine Phase, in der wir das profitable Wachstum signifikant beschleunigen konnten. Antriebskräfte stellten dabei Innovationen, geografische Expansion, die Erschließung neuer Kundengruppen durch Partner sowie strategische Akquisitionen dar. Bei der langfristigen Portfoliostrategie legen wir den Fokus auf den intensiven Ausbau des ertragsstarken Zukunftsbe- reichs BPE. Dieses Segment ist über die letzten Jahre zum Hauptumsatzträger geworden und hat zuletzt einen Anteil am Konzernumsatz von mehr als 43 Prozent erreicht. Die anderen beiden Bereiche trugen im Berichtsjahr gleicher- maßen 28 Prozent zum weltweiten Umsatz bei. Für den forcierten Ausbau des Wachstumsfelds BPE haben wir im Geschäftsjahr 2013 erheblich in Vertrieb und Marke- ting sowie in Forschung und Entwicklung (F & E) investiert. Dabei haben wir den bedeutsamen IT-Markt Nordamerika in den Mittelpunkt unserer Vertriebsanstrengungen gerückt. Diese Investitionsstrategie zahlt sich bereits aus: Die neu eingerichtete US-Geschäftseinheit Software AG Government Solutions konnte 2013 erste Großaufträge von öffentlichen Verwaltungen vermelden. Zudem können wir eine Auswei- tung der durchschnittlichen Auftragsgrößen feststellen. Im F & E-Bereich arbeitet ein wachsendes Experten-Team kon- tinuierlich an der zugleich innovativen wie bedarfsorientier- ten Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Damit die Kunden Planungssicherheit bekommen, werden neue Produktversionen zweimal pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst, für den Vertrieb freigegeben. Darüber hinaus hat die Software AG 2013 fünf Technologie­ akquisitionen getätigt, um das BPE-Wachstum zu beschleu- nigen, die eigene Innovationskraft zu ergänzen und neue Software AG | Geschäftsbericht 2013 70 Vorstandsbrief AktieHighlights 2013 Über die Software AG

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