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  Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen  
 
 

Grundlagen
Der Konzernabschluss der Software AG wurde zum 31. März 2004 erstmals in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) – den International Accounting Standards (IAS) bzw. International Financial Reporting Standards (IFRS) – aufgestellt. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2003 anzuwendenden IAS, IFRS und entsprechenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC – vormals SIC) beachtet.

Der Konzernabschluss der Software AG wird – soweit nicht anders angegeben – in TEUR dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze
Der Abschluss des Konzerns umfasst die Software AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens bestimmen kann.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Für die bei der Kapitalkonsolidierung angewandte Methode der Erstkonsolidierung wurde bei den selbst gegründeten Gesellschaften auf die jeweiligen Gründungszeitpunkte abgestellt. Bei den 1994 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften der SIH-Gruppe, bei den asiatischen Tochtergesellschaften, der SQL sowie bei der SAG IRL wurde der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss als Konsolidierungszeitpunkt gewählt. Bei den übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurde der Zeitpunkt des Erwerbs als Konsolidierungszeitpunkt gewählt.

Die Erstkonsolidierung aller Gesellschaften wurde auf Basis der Buchwertmethode durchgeführt. Die Folgekonsolidierungen wurden aus der Erstkonsolidierung abgeleitet.

Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, bei denen es sich ausschließlich um Geschäfts- oder Firmenwerte handelt, wurden für Akquisitionen vor dem 31. Januar gemäß § 309 Abs. 1 HGB mit den Rücklagen verrechnet. Nach dem 31. Januar 2001 entstandene Firmenwerte wurden aktiviert und über zehn Jahre linear abgeschrieben. Die Gesellschaft wendet IAS 22 gemäß dem Wahlrecht des IFRS 1.14 nicht rückwirkend an, sondern behält die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach HGB bei.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden herausgerechnet, sofern sie nicht durch Leistungen an Dritte realisiert wurden.

Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis ist im Vergleich zum 31. Dezember 2003 unverändert.

Verwendung von Schätzwerten
In dem Konzernabschluss wurden in wenigen Fällen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis von bilanziellen Vermögenswerten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.

Währungsumrechnung
Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung anhand der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in organisatorischer, finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht eigenständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs und Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der Position Unterschiede aus Währungsumrechnungen innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

In den lokalen Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Positionen in Fremdwährung zum Stichtagskurs bewertet und erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Ausgenommen hiervon sind Umrechnungsdifferenzen von langfristigen konzerninternen monetären Positionen, die erfolgsneutral im Übrigen Comprehensive Income innerhalb des Eigenkapitals erfasst werden.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die Position umfasst Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige Zahlungsmitteläquivalente.

Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

Wertpapiere und Finanzanlagen
Die Zugangsbewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungskosten inklusive der Transaktionskosten. Die Folgebewertung hängt von der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte ab.

Die Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen erfolgt zum Stichtagszeitwert (Marktwert). Kursgewinne oder -verluste werden erfolgsneutral im Übrigen Comprehensive Income innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Zur Absicherung von zukünftigen Wechselkursschwankungen werden Devisentermingeschäfte abschlossen. Hierbei erfolgt eine pauschale Absicherung von diversen Währungskursrisiken unabhängig von den jeweiligen Grundgeschäften. Die Bewertung der offenen Positionen bei den Devisentermingeschäften erfolgt zum Marktwert. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb der zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere. Kursgewinne oder-verluste werden erfolgswirksam im laufenden Jahresergebnis ausgewiesen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte werden einzeln zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie nicht bis zur Endfälligkeit gehalten werden und ein Zeitwert ermittelbar ist. Die in den Finanzanlagen enthaltenen ausgereichten Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und finanzielle Vermögenswerte die über keinen notierten Marktpreis auf einem aktiven Markt verfügen und deren beizulegender Zeitwert daher nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Wertansätze auf objektive substanzielle Hinweise einer Wertminderung. Wertminderungen werden erfolgswirksam im Periodenergebnis ausgewiesen.

Vorräte
Die Vorräte wurden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen werden zum Zeitwert der Realisation des Umsatzes oder der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen bewertet.

In der Position sind zudem noch nicht fakturierte Leistungen aus Festpreisprojekten enthalten, die nach der „Percentage of Completion“ Methode realisiert werden.

Sonstiges Umlaufvermögen
Die sonstigen Positionen des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die den jeweiligen Marktpreisen entsprechen.

Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Vermögenswerte werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

Geschäfts- und Firmenwert
Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung nach HGB wurden gemäß der Buchtwertmethode ohne Aufdeckung stiller Reserven ermittelt. Bis zum 31. Januar 2001 erfolgte eine Verrechnung der aktivischen Unterschiedsbeträge gemäß § 309 Abs. 1 HGB mit den Rücklagen. Nach dem 31. Januar 2001 wurden die Geschäfts- und Firmenwerte aktiviert und über zehn Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer wird zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwerts festgelegt. Die Bilanzierung nach HGB wurde gemäß der Vereinfachungsregel in IFRS 1.13, der auch im IFRS-Abschluss eine Beibehaltung der bisherigen Bilanzierung der bis zum Umstellungsdatum 1. Januar 2003 entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte ermöglicht, beibehalten. Die nach HGB historisch ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte wurden nach den neuen Regelungen des IFRS 3 mit den Wertansätzen zum Umstellungsdatum in Höhe von 176.591 TEUR angesetzt. Gemäß IFRS 3 erfolgen keine weiteren linearen Abschreibungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte. Der Restbuchwert wird regelmäßig auf seinen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment Test) und im Falle eintretender Wertminderungen auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei Veräußerung oder Verschrottung von Gegenständen des Sachanlagevermögens, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 410,00 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis, einschließlich eventueller Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähige Erwerbsteuer und alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartung- und Instandhaltungskosten, die entstehen nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Nachträgliche Ausgaben für Sachanlagen werden nur dann als Vermögenswert angesetzt, wenn der Zustand des Vermögenswertes durch die Ausgaben über seine ursprünglich veranschlagte Ertragskraft hinaus verbessert wird. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert.

Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf in der Regel nach der linearen Methode vorgenommen:
Gebäude 50 Jahre
Einbauten in Gebäude 8 – 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 13 Jahre
Computer und Zubehör 1 – 4 Jahre

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden periodisch überprüft, um sicherzustellen, dass die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf in Einklang stehen.

Anlagen im Bau sind unfertigen Sachanlagen zuzuordnen und werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Anlagen im Bau werden erst ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung und Inbetriebnahme abgeschrieben.

Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen
Sobald Anhaltspunkte für Wertminderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen oder Sachanlagen vorliegen, erfolgt eine erfolgswirksame Abschreibung des Buchwertes auf den erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden.

Leasing
Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasingverträgen ausgewiesen. Die Software AG ist Leasingnehmer von Immobilien, Anlagen und Geschäftsausstattung. Die Klassifizierung von Leasingverträgen erfolgt anhand der Vorschriften im IAS 17, nach denen auf Basis von Risiken und Chancen der Leasingpartner beurteilt wird, ob die Zurechnung des Leasinggegenstandes zu dem Leasingnehmer (Finanzierungsleasing) oder dem Leasinggeber (Operating Leasing) zugerechnet wird.

Finanzierungsleasing: Der Ansatz der Leasinggegenstände in der Bilanz erfolgt als Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasingobjektes, oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Bei der Berechnung des Barwertes der Mindestleasingzahlungen dient der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz als Abzinsungsfaktor, sofern er in praktikabler Weise ermittelt werden kann. Ist dies nicht der Fall, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers angewendet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die planmäßige Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Operating Leasing: Die Leasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verträgen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Latente Steuern
Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz. Außerdem werden latente Steuern auf Verlustvorträge abgegrenzt.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der im Jahr der Umkehrung der Latenzen voraussichtlich gültig ist. Gewinnausschüttungen werden erst zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusse steuerlich berücksichtigt.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden wurden nicht abgezinst.

Die Buchwerte latenter Steuerabgrenzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen der Software AG im Zusammenhang mit Lizenz- und Mietverträgen. Die Auflösung der Abgrenzung und Aufwandserfassung erfolgt in der Periode, in der die Leistung von dem entsprechenden Vertragspartner erbracht wird.

Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Langfristige Verbindlichkeiten werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode durch Abzinsung des Rückzahlungsbetrags ermittelt.

Rückstellungen
Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schätzungen.

Sofern der Zinseffekt wesentlich ist, erfolgt der Ansatz zum Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben.

Rückstellungen für Pensionen
Es bestehen sowohl leistungs- als auch beitragsorientiert Systeme zur Altersvorsorge. Die Pensionsrückstellungen wurden versicherungsmathematisch nach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden außer den am Bilanzstichtag bekannten Renten auch erwartete zukünftige Steigerungen der Renten und Gehälter berücksichtigt.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht die Software AG über die Entrichtung der Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weitere Verpflichtung ein.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen von Kunden im Zusammenhang mit Wartungserlösen. Die Auflösung der Abgrenzung und Ertragserfassung erfolgt in der Periode, in der die Leistung von der Software AG erbracht wird.

Übriges Comprehensive Income
Im Übrigen Comprehensive Income werden Differenzen, die aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen wirtschaftlich selbständiger ausländischer Tochtergesellschaften in die Berichtswährung resultieren, ausgewiesen. Zudem sind die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten enthalten. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die im Wesentlichen als Teil einer Nettoinvestition in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit anzusehen sind, werden ebenfalls in dieser Position erfasst. Der Ansatz der Beträge erfolgt auf einer Nach-Steuer-Basis.

Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist auf Seite 17 dargestellt.

Des Weiteren bestand zum 31. März 2004 folgendes bedingtes Kapital:

  • 1.)
    in Höhe von bis zu 3.357 TEUR eingeteilt in bis zu 1.118.962 Stückaktien zur Bedienung von Bezugsrechten aus dem ersten Aktienoptionsprogramm (Management Incentive Plan I, MIP I) für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter im Konzern. Die Voraussetzungen dieses Programms, der Stand der Zuteilungen/Ausübungen ist unter Punkt 8 e) dargestellt.

  • 2.)
    in Höhe von bis zu 3.000 TEUR eingeteilt in bis zu 1.000.000 Stückaktien zur Bedienung von Bezugsrechten aus dem zweiten Aktienoptionsprogramm (Management Incentive Plan II, MIP II) für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter der SAG-Gruppe. Die Vorraussetzungen dieses Programms, der Stand der Zuteilungen/Ausübungen ist unter Punkt 8 e) dargestellt.

  • 3.)
    in Höhe von 13.515 TEUR eingeteilt in bis zu 4.505.000 Stückaktien zur Gewährung von Optionsrechten an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen, bzw. von Wandlungsrechten nach Maßgabe der Anleihebedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand bis zum 27. April 2006 einmalig oder mehrmalig im Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000 TEUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahre ermächtigt ist. Der Vorstand hat bis zum 31. März 2004 von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Zum 31. März 2004 ist der Vorstand des Weiteren ermächtigt, in der Zeit bis zum 27. April 2006 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 37.989 TEUR durch Ausgabe von bis zu 12.663.036 Stück neuen Namensaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist hierbei mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Fälle ein Bezugsrecht einzuräumen:

  • Der Vorstand ist ermächtigt, Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
  • Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrats das Bezugsrecht für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, die dem Erwerb von Beteiligungen, Unternehmen oder Unternehmensteilen dienen, auszuschließen.
  • Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrats das Bezugsrecht für Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage auszuschließen, wenn die aufgrund dieser Ermächtigung beschlossenen Kapitalerhöhungen insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals im Zeitpunkt der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung nicht übersteigen und wenn der Ausgabebetrag den Börsenwert nicht wesentliche unterschreitet.
  • Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrats das Bezugsrecht für einen Nennbetrag bis zu insgesamt höchstens 6.503 TEUR für den Zweck auszuschließen, die neuen Aktien den Mitarbeitern der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen i.S. d. §§15ff AktG im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zum Erwerb anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut mit der Maßgabe vorgenommen werden, dass sie nach Weisung der Gesellschaft ausschließlich von den berechtigten Mitarbeitern erworben werden können.

Der Vorstand hat bis zum 31. März 2004 von seiner Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals bis zum Bilanzstichtag keinen Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der Software AG beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Einräumung von in der Regel zeitliche unbegrenzten Softwarelizenzen, Wartungserlöse sowie Erlöse aus Dienstleistungen. Umsatzerlöse aus der Einräumung zeitlich unbegrenzter Lizenzen werden erst dann bilanziert, wenn ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechte verstrichen sind, die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde und wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist sowie die Bezahlung hinreichend wahrscheinlich ist.

Umsatzerlöse aus dem reinen Wartungsgeschäft werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert.

Dienstleistungsverträge, bei denen eine Abrechnung auf Basis der geleisteten Stunden erfolgt, werden in Abhängigkeit der von den Software AG Gesellschaften erbrachten Leistungen realisiert.

Dienstleistungsverträge bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden gemäß IAS 11 bzw. IAS 18 entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage of Completion Methode), wenn die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der Software AG zufließen wird und die für das Geschäft angefallenen Kosten und die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich ermittelt werden können.

Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatten.

Herstellungskosten
Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten den Aufträgen direkt zurechenbare Einzelkosten sowie fixe bzw. variable Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Im Berichtszeitraum waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Vorräte erforderlich.

Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustverrechnung aufwandswirksam erfasst.

Im Zuge der Erstellung und Weiterentwicklung von Software werden iterativ eng vernetzte Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen angewandt. Dadurch bedingt ist eine genaue Abgrenzung der Aufwendungen beider Phasen nicht möglich und daher die Abgrenzungskriterien für die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 § 41 i.V.m. § 42 nicht erfüllt.

Vertriebskosten
In den Vertriebskosten sind Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen des Vertriebsbereichs als auch Kosten für Werbung enthalten.

Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten beinhalten Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen des Verwaltungsbereichs.

Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wurde durch Division des den Aktionären zurechenbaren Periodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien errechnet und ausgewiesen. Die Software AG hat ausschließlich Stammaktien emittiert.

 
     
 
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