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2007 führen Blue Chips die Gewinnerliste an
Der Blick auf die internationalen Aktienmärkte 2007 zeigt ein zweigeteiltes Bild: In der ersten Jahreshälfte erzielten die Aktienmärkte neue Höchststände. Die entscheidenden Antriebsfedern waren das dynamische globale Wirtschaftswachstum, die hohen Unternehmensgewinne und ein ausgesprochen lebhaftes Fusions- und Übernahmegeschäft. In der zweiten Jahreshälfte haben die US-Hypothekenkrise und die sich ausweitende Vertrauenskrise im Finanzsektor den Risikoappetit der Anleger gedämpft.
Dabei hat sich der deutsche Aktienmarkt 2007 im europäischen Vergleich noch am widerstandsfähigsten gegenüber den Verwerfungen durch die US-Hypothekenkrise gezeigt. Der Leitindex DAX legte seit Jahresbeginn um 22 Prozent an Wert zu. Zieht man die Nebenwerte und andere europäische Indizes hinzu, ergibt sich ein differenziertes Bild: Der MDAX kommt auf einen Jahresgewinn von 4,9 Prozent. Im Vorjahr glänzte der Mid-Cap-Index noch mit einem Kursplus von 29 Prozent. Die im SDAX notierten Unternehmen verzeichneten im Jahresverlauf einen durchschnittlichen Kursrückgang von 6,8 Prozent. Der Euro-Stoxx50 gewann 2007 6,9 Prozent an Wert hinzu.
Der Dow Jones, in dem 30 Standardwerte abgebildet sind, erreichte ein Plus von 6,0 Prozent - obwohl der Index das schwächste Schlussquartal seit zwanzig Jahren verzeichnete. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 4,2 Prozent. Die beiden Indizes hatten noch im Oktober Rekordstände erreicht.
Die technologischen Nebenwerte blieben auch im Jahr 2007 die Favoriten der Anleger: Der technologielastige Composite-Index der Computerbörse Nasdaq stieg 2007 um 10,7 Prozent. Der Nasdaq 100, in dem die größten Werte der Börse abgebildet sind, kletterte sogar um 19,9 Prozent. Der Anstieg des TecDax übertraf mit 30,2 Prozent auf 974 Zähler das bereits stattliche Vorjahresplus von 25,5 Prozent. Wie in den vergangenen Jahren waren es vor allem die Titel aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien, die hier die Rallye anführten.
Aktie der Software AG mit starken Kursschwankungen
Die Aktie der Software AG konnte 2007 nicht mit der Performance der Vergleichsindizes TecDAX und Nasdaq 100 mithalten. Am 28. Dezember 2007 schloss die Aktie mit einem Xetra-Schlusskurs von 60,57 Euro. Sie hat damit im Jahresverlauf um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vor-jahresschlusskurs von 59,74 Euro zugelegt. Zunächst haben gute Geschäftszahlen und die Übernahme der webMethods, Inc. und die damit bestätigte Wachstumsstory unseres Unternehmens den Aktienkurs vor allem im zweiten Quartal beflügelt. Am 19. Juli erreichte die Aktie bei 77,20 Euro ihr bisheriges 5-Jahres-Hoch. In Folge einer allgemeinen Marktschwäche verlor sie danach jedoch wieder deutlich an Wert. Zunächst setzten Gewinnwarnungen von Wettbewerbern der Aktie zu. Die US-Hypothekenkrise und ihre Auswirkungen auf die Finanzbranche führten zu Befürchtungen, die IT-Nachfrage der Banken könnte einbrechen - die Software AG erlöst rund 15 Prozent des Umsatzes in diesem Sektor. Auch unsere im Wettbewerb wichtige starke Position in den USA wurde angesichts der anhaltenden Dollarschwäche und aufkeimender Rezessionsängste kritisch gesehen. Dynamische Wachstumswerte mit Akquisitionsplänen wurden vom Markt zunehmend mit Risikoabschlägen bewertet.