Strategie

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2007 war für uns ein Jahr mit starkem Wachstum. Mit der Akquisition der israelischen SPL Software, des US-amerikanischen Unternehmens webMethods, Inc., sowie einer Softwaresparte des israelischen Unternehmens Jacada (per 1. Januar 2008) haben wir unsere Position als Marktführer für Software-Infrastrukturlösungen gefestigt.

Die Software AG verfolgt eine Strategie der nachhaltigen Geschäftsentwicklung, die wir konsequent umsetzen. Unser Ziel des profitablen Wachstums basiert auf vier Bereichen:

  1. organisches Wachstum durch Innovation,
  2. geografische Expansion,
  3. Wachstum durch Akquisitionen,
  4. neue Kundengruppen durch Partnerschaften.

Hierbei liegt der Schwerpunkt 2008 auf dem organischen Wachstum in beiden Geschäftsbereichen, einschließlich des Aufbaus der Marktpräsenz in Brasilien.

Unsere Vision ist, die Marktposition als führender, unabhängiger Anbieter von Infrastruktursoftware weiter auszubauen, um Weltmarktführer in den Zukunftsmärkten SOA und BPM zu werden.

Organisches Wachstum durch Innovation

Die Software AG möchte durch Innovation, konsequente Kundenorientierung und effiziente Prozesse ein organisches Wachstum von jährlich circa 10 Prozent in den beiden Geschäftsbereichen ETS und webMethods erreichen.

Der umsatzstarke Geschäftsbereich ETS stellt für das Unternehmen das traditionelle Standbein dar: Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte im Geschäftsfeld ETS erhöhen wir die Leistungsfähigkeit der Anwendungssysteme unserer Kunden und erneuern den Lebenszyklus ihrer Systeme. Für die Kunden bedeutet dies Investitionsschutz und somit einen verbesserten Return-on-Investment. Mit dem Ausbau des ETS-Geschäfts sichern wir einen wesentlichen Teil unserer Bestandskundenbasis ab.

Mit dem Geschäftsbereich webMethods hat die Software AG ein zweites Standbein aufgebaut: ein weltweit führendes Produktportfolio im Bereich Integrationssoftware. Die bisherige Technologieführerschaft bei hochperformanten Datenbanksystemen wird erweitert in die Wachstumsmärkte SOA, einschließlich SOA-Governance, Business Process Management (BPM) und Business Activity Monitoring (BAM). Unabhängige Industrieanalysten bestätigen die Führungsposition der Software AG. Dabei wird die Fähigkeit besonders hervorgehoben, Technologien wie SOA-Governance selbst zu entwickeln.

Die Innovationskraft und somit Technologieführerschaft der Software AG bilden die Grundlage für das organische Wachstum.

Die Zukäufe SPL, webMethods, Inc. und eines Teils des Softwaregeschäfts von Jacada (zum 01. Januar 2008) sowie deren Integration waren Ergebnisse der M&A-Aktivitäten. Die strategischen Gründe für den Zukauf von webMethods waren aus Sicht der Software AG das ergänzende Produktportfolio, rund 1.000 neue Kunden, eine gestärkte Marktpräsenz in den USA, Erfahrungen in zusätzlichen Branchen, die Partnerschaften mit Systemintegratoren sowie eine im Integrationsgeschäft etablierte Marke. Um den Wert des Markennamens zu erhalten, wird webMethods als Portfoliomarke weitergeführt. Mit dem Erwerb von webMethods, Inc. konnte die Software AG neben ETS ein zweites umsatzstarkes Standbein aufbauen, und dies viel schneller, als es durch organisches Wachstum des bisherigen Geschäftsbereichs Crossvision möglich gewesen wäre.

Beide Geschäftsbereiche der Software AG, ETS und webMethods, sind nun wesentliche Standbeine der Software AG. Deshalb wurde 2007 die strategische Entscheidung gefällt, das Unternehmen von einer Regionalstruktur zu einer Geschäftsbereichsstruktur umzubauen. Beide Geschäftsbereiche erhielten je einen Vorstand für Produktentwicklung und für Vertrieb. Der bisher regional organisierte Vertrieb wurde auf beide Geschäftsbereiche aufgeteilt.