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Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

Die Software AG zeigte zu Beginn des neuen Geschäftsjahres eine stabile Entwicklung angesichts der globalen Wirtschaftskrise. Das Unternehmen konnte Umsatz und Gewinn weiter steigern und hat die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2009 mit 4 bis 8 Prozent Wachstum bestätigt. Wachstumstreiber bleibt im ersten Quartal die Integrationssoftware im Geschäftsbereich webMethods. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Liquidität und solide Finanzbasis wichtig. Vor diesem Hintergrund ist der starke Anstieg des Free Cashflows im ersten Quartal um 26 Prozent und eine weitere Reduzierung der Nettorverschuldung besonders positiv zu bewerten.

Zu den operativen Highlights des ersten Quartals 2009 zählen neue Produkte und Auszeichnungen für bestehende Produkte, der Abschluss wichtiger Verträge im Bereich Kunden- und Partnerprojekte, die Mehrheitsbeteiligung an dem Leipziger Unternehmen itCampus Softwareund Systemhaus GmbH sowie der erfolgreiche Messeauftritt auf der CeBIT 2009.

Das Geschäftsjahr 2009 steht für die Software AG auch im Zeichen ihres 40jährigen Unternehmensjubiläums. Wir werden in den kommenden Quartalen darüber berichten.

1.1 Wachstumstreiber Innovation und Kundenorientierung

Produktinnovationen und Partnergeschäft sind zwei der vier Wachstumstreiber innerhalb der Unternehmensstrategie der Software AG. Wir haben im ersten Quartal 2009 gute Erfolge in beiden Bereichen erzielt. So haben wir eine neue Version von Tamino XML Server entwickelt und im Januar vorgestellt. Diese beinhaltet Verbesserungen wie einen flexiblen Zugriffsschutz, einen schnelleren Datenzugriff oder die Einbeziehung von Schnittstellen zu anderen Systemen, die auf einer Service-orientierten Architektur (SOA) beruhen.

Mit AlignSpace kündigten wir den Aufbau des ersten sozialen Netzwerks für Experten im Bereich BPM (Business Process Management) an. Das neue Produkt ist eine Plattform, über die alle Beteiligten einer BPM-Umgebung zusammenarbeiten können. Die in einer solchen Umgebung erzeugten Daten, Dokumente und Services werden über Unternehmensgrenzen hinweg bereitgestellt und können auf diese Weise weiterverwendet werden. Das neue Produkt wird als Softwareas- a-Service (SaaS) verfügbar sein. Die Funktionalität umfasst im Rahmen eines sozialen Netzwerks die Identifizierung und Modellierung von kollaborativen Prozessen sowie einen Marktplatz für Systemintegratoren, Berater und Anwendungsentwickler.

Unsere bestehenden Produkte wurden von namhaften Industrieanalysten im ersten Quartal wieder ausgezeichnet. So wurde die Software AG im direkten Vergleich mit den Wettbewerbern als Technologieführer in den Bereichen SOA Governance bzw. ES B (Enterprise Service Bus) bewertet. Damit setzten wir unsere Technologieführerschaft fort. Allein im letzten Jahr wurden wir in acht Technologiekategorien ausgezeichnet.

Im Bereich Forschung & Entwicklung haben wir uns mit einer Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der Leipziger itCampus Softwareund Systemhaus GmbH (itCampus) verstärkt. Damit baut die Software AG ihre Forschungs- und Entwicklungskapazitäten im Bereich Prozessautomatisierung in Deutschland weiter aus. itCampus ist ein Anbieter von Software- und Kommunikationslösungen für die Wirtschaftsbereiche Call Center, Energie, Medizin und Öffentliche Verwaltung mit 120 Mitarbeitern und einem hohen Innovationspotenzial.

Im Januar haben die drei größten Softwareunternehmen in Deutschland, SAP AG, Software AG und IDS Scheer AG, zusammen mit Partnern das Forschungsprojekt „Allianz digitaler Warenfluss“ (ADiWa) gestartet. Ziel ist die Nutzung aller prozessrelevanten Informationen aus dem Internet der Dinge, um Prozesse in Unternehmen flexibler zu gestalten und dynamisch anzupassen. Mit den in ADiWa zu erforschenden Methoden und Werkzeugen wird beabsichtigt, alle an einem Vorgang auftretenden Ereignisse strukturiert zu erfassen und zu analysieren, um den gesamten Geschäftsprozessverlauf mit Waren- und Informationsfluss unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten automatisiert planen, steuern und optimieren zu können. ADiWa wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 17,7 Millionen Euro gefördert.

Wie im Rahmen von Pressemeldungen bekannt gegeben, haben wir im Berichtsquartal wichtige Kundenaufträge öffentlich machen können. So setzt der chinesische Versicherungskonzern Ping An unsere webMethods-Produktsuite für seine ehrgeizigen Expansionspläne ein. Israels größte Hypothekenbank Mizrahi-Tefahot hat mit Hilfe eines neuen Hypothekenmanagementsystems der Software AG ihren Marktanteil um sieben Prozent erhöht. Daneben haben wir eine strategische Partnerschaft mit der Braintribe IT Technologies GmbH zur Erweiterung der webMethods Produktsuite geschlossen. Mit der integrierten Lösung können Dokumente nahtlos in automatisierte Abläufe integriert werden. In einer Kooperation mit Proginet, einem US-amerikanischen Softwareunternehmen, haben wir eine neue Lösung für Datentransfer, webMethods ActiveTransfer, vorgestellt. Diese ermöglicht den sicheren Transfer von Daten im Rahmen von IT-Systemen auf Basis einer Service-orientierten Architektur.

Erneut war unsere CeBIT-Teilnahme ein voller Erfolg. So konnten wir die Anzahl der Kundenkontakte und Pressemeldungen erneut steigern. Eines der Highlights in diesem Jahr war der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger an unserem Stand. Der Bundesstaat Kalifornien ist seit vielen Jahren Kunde der Software AG. Insgesamt wurden mehr als 600 intensive Gespräche mit Kunden, Partnern, Analysten und Politikern geführt. Und auch die Presseresonanz war nach 12 Presseevents, über 30 Interviews und Gesprächen mit Journalisten aus 15 Ländern, in denen die Software AG vertreten ist, beeindruckend.

Die CeBIT ist für die Software AG eine wichtige Maßnahme, um Marktpräsenz zu zeigen und mit verschiedenen Stakeholdern in direkten Kontakt zu treten. Eine weitere wichtige Veranstaltung im Rahmen vom Kundenkontakten und Marktpräsenz war im Berichtsquartal das Business Innovation Forum (BIF) am 17. März in Frankreich mit 300 Teilnehmern.

Im Rahmen einer Studie befragten wir Topmanager deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 50 Mio. Euro zum Thema IT. Die Ergebnisse belegen unter anderem, dass Finanzdienstleister bei der Einführung von SOA und BPM anderen Branchen weit voraus sind.

1.2 Kontinuierliche Unternehmensentwicklung

Wir entwickeln unser Unternehmen nachhaltig und kontinuierlich entsprechend unserer Geschäftsstrategie weiter. Folgende wichtige Ereignisse haben sich im ersten Quartal 2009 ergeben: Am 16. März 2009 ist Ivo Totev, zuvor Chief Marketing Officer, zum Vorstandsmitglied ernannt worden. Er verantwortet seitdem weltweit den Bereich Professional Services. Sein Vorgänger, Holger Friedrich, ist aus persönlichen Gründen zum selben Zeitpunkt aus der Software AG ausgeschieden. Mit der Ernennung von Ivo Totev verfolgen wir das strategische Ziel, das Professional Services Geschäft zu stärken und weiterzuentwickeln und so zum dritten großen Standbein unseres Unternehmens aufzubauen. Den Bereich Produktmarketing haben wir im Berichtsquartal dem Bereich Forschung & Entwicklung angegliedert. Davon versprechen wir uns eine noch engere Zusammenarbeit und Effizienzsteigerungen sowie eine noch kundennähere Produktentwicklung.

Prozessoptimierung ist nicht nur für unsere Kunden eines der wichtigsten aktuellen Themen. Auch die Software AG optimiert kontinuierlich ihre wichtigsten End-to-End-Prozesse und dies grundsätzlich auf Basis eigener SOA/BPM-Technologie. So hat der Bereich Audit, Processes & Quality (AP&Q) den Produkt-Lebenszyklus-Prozess (Entire Readiness of Software AG for new Product/Release) optimiert, um sicherzustellen, dass die „gesamte“ Organisation für einen Major-Release vorbereitet ist. Daneben hat der Bereich Human Resources im Rahmen der Corporate University eine Bibliothek von e-Learning-Kursen aufgebaut. Damit haben alle Software AG-Mitarbeiter an jedem Ort der Welt zu jeder Tageszeit über e-Learning prozesseffizient Zugang zu individuell passenden Traningsprogrammen für die Bereiche Management, Kommunikation und Kundenservice.

1.3 Aktive Krisenprävention

Die Software AG hat in den vergangenen Monaten bewiesen, dass sie auch für Krisenzeiten wie die anhaltende globale Wirtschaftskrise gut aufgestellt ist. Wir können dabei auf ein weltweit führendes, innovatives Produktportfolio zurückgreifen, das den Kunden helfen kann, Kosten zu reduzieren oder die IT-Systeme effizienter zu machen. Daneben verfügen wir über ein robustes Geschäftsmodell, das einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze beinhaltet. Gleichzeitig ist unsere globale Unternehmensstruktur skalierbar, kann aber auch regionale Unterschiede ausgleichen.

In einem 10-Punkte-Plan haben wir proaktiv Maßnahmen festgehalten, um die weiteren Auswirkungen der Krise bestmöglich abzumildern und sogar gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die Prioritäten liegen dabei auf einer genauen Situationsanalyse und einem darauf aufbauenden entschlossenen Handeln. Wir sichern den Cashflow und die Liquidität – auch durch ein gewissenhaftes Kostenmanagement – und fokussieren uns auf das, was wirklich wichtig für unser Geschäft ist. Dabei helfen unsere zuverlässigen Management-Informationssysteme. Außerdem haben wir Pläne für unterschiedliche Krisenszenarien und deren Auswirkungen erstellt.