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Ertragslage

2.1 Konzernumsatz wächst in schwierigem Umfeld

Die Software AG konnte sich in einem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld auch im zweiten Quartal 2009 stabil weiterentwickeln. Der Konzernumsatz ist um 5 Prozent auf 176,4 Millionen Euro (Vj. 168,8 Millionen Euro) gestiegen. Dazu hat erneut insbesondere der margenträchtige Produktumsatz beigetragen.

Die Währungseinflüsse, insbesondere des US Dollars, auf den Umsatz waren im Berichtsquartal erneut schwächer als in den Vorjahren. Dies hängt mit der breiten geografischen Expansion der letzten Jahre zusammen. Die Software AG hat 33 Prozent ihres Umsatzes in Euro und 67 Prozent in Fremdwährung erzielt. Auf den US Dollar entfielen 27 Prozent des Umsatzes. Der Währungseffekt auf den Umsatz lag im zweiten Quartal bei 2,7 Prozent.

2.2 UMSATZ nach erlöSarten

Produktgeschäft robust

Das profitable Wachstum der Software AG ist insbesondere auf das starke und margenträchtige Produktgeschäft (Lizenzen und Wartung) zurückzuführen. Dies legte insgesamt um 9 Prozent auf 133,7 Millionen Euro (Vj. 123,2 Millionen Euro) zu. Die erfreuliche Entwicklung resultiert allein aus der erneuten Ausweitung des Wartungsgeschäfts, das im Berichtsquartal um 20 Prozent auf 73,9 Millionen Euro (Vj. 61,8 Millionen Euro) anstieg. Der Abschluss von neuen Projekten bei neuen Kunden blieb auch im zweiten Quartal schwieriger als in den Vorjahren. Dennoch lagen die Lizenzumsätze mit 59,8 Millionen Euro fast auf dem hohen Niveau des Vorjahres (Vj. 61,4 Millionen Euro).

Die Produktumsätze trugen wie im Vorquartal drei Viertel zum Gesamtumsatz bei. Der Anteil des Dienstleistungsgeschäfts lag dementsprechend bei einem Viertel.

Dienstleistungsgeschäft schwächer

Der Umsatz des Servicegeschäfts gab im Vergleich zum Vorjahresquartal (44,8 Millionen Euro) mit 41,7 Millionen Euro um 7 Prozent nach. Dies ist mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation verbunden und entspricht dem Trend in der IT-Service Industrie. Mit der Neuausrichtung der Geschäftseinheit sowie bei einer Wiederbelebung der Konjunktur in den nächsten Monaten sollten sich aber neue Potenziale ergeben.

2.3 UmSatZ nach GeSchäftSbereichen

webMethods verhalten

Im Geschäftsbereich webMethods bestätigte sich unsere Einschätzung, dass neue Projekte und Kunden im gegenwärtigen Marktumfeld schwerer zu gewinnen sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn in einzelnen Ländern noch keine ausreichende Marktpräsenz vorhanden ist. Kritische Größe des Anbieters und genaue Kenntnis der Kunden sind für den nachhaltigen Projekterfolg im Geschäftsbereich webMethods von Vorteil. Der Umsatz hat sich im Berichtsquartal etwa auf Vorjahresniveau behauptet: er betrug 75,5 Millionen Euro nach 76,7 Millionen Euro im Jahr zuvor (-2 Prozent). Die lizenzumsätze von webMethods sanken um 15 Prozent auf 22,6 Millionen Euro (Vj. 26,6 Millionen Euro), während die Wartungsumsätze mit 20 Prozent starke Zuwächse auf 27,1 Millionen Euro verzeichneten (Vj. 22,5 Millionen Euro). Die Dienstleistungen sanken um 7 Prozent auf 25,8 Millionen Euro (Vj. 27,6 Millionen Euro).

Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs webMethods betrug im zweiten Quartal 22,1 Millionen Euro (Vj. 23,4 Millionen Euro). Die Herstellkosten erhöhten sich um 3 Prozent auf 29,8 Millionen Euro (Vj. 28,9 Millionen Euro). Die Vertriebskosten verringerten sich um 3 Prozent von 24,4 millionen euro auf 23,6 millionen euro.

ETS sehr erfreulich

Der Umsatz des Geschäftsbereichs ETS ist im Berichtsquartal um 10 Prozent auf 100,9 Millionen Euro gestiegen (Vj. 92,1 Millionen Euro). Dies gelang auch dank einer guten Entwicklung in Brasilien und Südafrika. Besonders positiv war der Anstieg des Wartungsumsatzes um 19 Prozent auf 46,7 Millionen Euro (Vj. 39,3 Millionen Euro). Doch auch die Lizenzumsätze konnten zulegen: sie wuchsen von 34,7 Millionen Euro um 7 Prozent auf 37,3 Millionen Euro. Die Dienstleistungen fielen mit 16,9 Millionen Euro 7 Prozent niedriger als im Vorjahr (18,1 Millionen Euro) aus. Der Umsatzanteil von ETS lag im Berichtsquartal bei 57 Prozent (webMethods 43 Prozent).

Der Ergebnisbeitrag von ETS lag im Berichtsquartal bei 62,1 Millionen Euro und damit 7 Prozent über Vorjahresniveau (57,8 Millionen Euro). Die Herstellkosten erhöhten sich auf Grund der Umsatzausweitung um 11 Prozent auf 21,0 Millionen Euro (Vj. 18,9 Millionen Euro). Die Vertriebkosten stiegen um 16 Prozent auf 17,8 millionen euro (Vj. 15,4 Millionen Euro).

EBIT erneut überproportional gesteigert

Das EBITA ist im Berichtsquartal überproportional zum Umsatzwachstum um 9 Prozent auf 48,4 Millionen Euro (Vj. 44,4 Millionen Euro) gestiegen. Das EBIT legte im Quartalsvergleich um 8 Prozent von 40,9 Millionen Euro auf 44,2 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge wuchs damit auf 25,1 Prozent (Vj. 24,3 Prozent).

Die Kosten haben sich in etwa parallel zur Umsatzausweitung entwickelt. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung betrugen im 2. Quartal 19,2 Millionen Euro nach 18,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal (+ 4 Prozent). Die marketing- und Vertriebskosten stiegen ebenfalls um 4 Prozent auf 41,3 Millionen Euro (Vj. 39,8 Millionen Euro). Die Allgemeinen Verwaltungskosten konnten um 2 Prozent auf 16,3 Millionen Euro (Vj. 16,7 Millionen Euro) zurückgeführt werden.

UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
IFRS, ungeprüft


in Mio. EUR

Q2|2009

Q2|2008

Veränderung
in %

webMethods


Lizenzen

22.59126.604– 15

Wartung

27.12222.49020

Dienstleistungen

24.99227.520– 9
Sonstige82044
Gesamt75.52576.658– 2
ETS


Lizenzen

37.26034.7487

Wartung

46.73339.29019

Dienstleistungen

16.69817.261-3
Sonstige161810
Gesamt100.85292.10910

KENNZAHLEN ZUR ERGEBNISENTWICKLUNG


in Mio. EUR

Q2|2009

Q2|2008

Veränderung
in %

EBIT44.23240.9368
EBITA48.37144.4209
Finanzergebnis– 661– 1.418
Nettoergebnis28.93027.1097
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert)1,020,957

 

Jahresüberschuss und Ergebnis deutlich verbessert

Der Gewinn nach Steuern ist im Berichtsquartal um 7 Prozent auf 28,9 Millionen Euro gewachsen (Vj. 27,1 Millionen Euro). Dazu hat insbesondere ein verbessertes Finanzergebnis beigetragen. Das Ergebnis je Aktie betrug im zweiten Quartal 1,02 Euro nach 0,95 Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Dies entspricht einer Steigerung von 7 Prozent. zum Quartalsschluss befanden sich 28,7 Millionen Aktien (unverwässert) im Umlauf, etwa 89.000 Stück mehr als zum Vorjahresstichtag.

Halbjahreszahlen bestätigen stabile Geschäftsentwicklung

Im ersten Halbjahr 2009 betrug der Konzernumsatz der Software AG 341,7 Millionen Euro (Vj. 328,2 Millionen Euro). Damit lag er um 4 Prozent höher als der Vorjahreswert. Der Produktumsatz lag in diesem Zeitraum bei 256,2 Millionen Euro und damit um 8 Prozent über dem Vorjahreswert von 237,9 Millionen Euro. Herausragend entwickelten sich die Wartungsumsätze mit einer Steigerung von 21 Prozent auf 147,1 Millionen Euro (Vj. 121,1 millionen euro). Die Lizenzumsätze sanken hingegen in beiden Geschäftsberichen von 116,8 Millionen Euro auf 109,1 Millionen Euro und damit um 7 Prozent. In der Folge waren auch die Umsätze aus Dienstleistungen rückläufig und betrugen mit 84,0 Millionen Euro 5 Prozent weniger als im Vorjahr (87,7 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) konnte dagegen durch straffes Kostenmanagement im ersten Halbjahr 2009 um 7 Prozent auf 82,3 Millionen Euro (Vj. 77,0 Millionen Euro) gesteigert werden. Die EBIT-Marge stieg von 23,5 Prozent auf 24,1 Prozent.