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Ertragslage

2.1 Konzernumsatz wächst mit IDS Scheer AG

Die Software AG konnte auch im dritten Quartal 2009 trotz eines anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ihr profitables Wachstum fortsetzen. Der Konzernumsatz stieg um 19 Prozent auf 213,6 Millionen Euro (Vj. 180,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind erstmals Umsätze der IDS Scheer AG, die ab dem 20. August 2009 konsolidiert wurden. Diese werden in diesem Zwischenlagebericht ebenso erstmalig als dritter Geschäftsbereich dargestellt.

Auch in diesem Berichtsquartal gab es keine bedeutenden Währungseffekte auf den Umsatz, weshalb diese nicht separat ausgewiesen werden. Dazu trägt auch die Konsolidierung der IDS Scheer AG bei, da deren Umsätze zum größten Teil im Euro-Raum erzielt werden. Im dritten Quartal entfielen 36 Prozent des Umsatzes auf den Euro, 26 Prozent auf den US Dollar. Der gesamte Währungseffekt auf den Umsatz lag bei -0,6 Prozent im Berichtsquartal bzw. +1,2 Prozent für den Neunmonatszeitraum.

2.2 Umsatz nach Erlösarten

Produktgeschäft erneut gewachsen
Das margenträchtige Produktgeschäft (Lizenzen und Wartung) der Software AG ist um 4 Prozent auf 143,2 Millionen Euro (Vj. 138,0 Millionen Euro) gewachsen. Umsatztreiber war wieder das Wartungsgeschäft, das im Berichtsquartal um 16 Prozent auf 81,1 Millionen Euro (Vj. 70,2 Millionen Euro) ausgebaut wurde. Im Lizenzgeschäft spiegelt sich wie in den Vorquartalen die Zurückhaltung der Kunden bei neuen Projektabschlüssen wider. So sanken die Lizenzumsätze um 8 Prozent auf 62,1 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatten sie bei 67,8 Millionen Euro gelegen.

Der Anteil des Produktumsatzes am Gesamtumsatz lag im Berichtszeitraum bei 67 Prozent. Das Dienstleistungsgeschäft trug, auch durch die Konsolidierung des IDS Scheer Consultings, 33 Prozent zum Konzernumsatz bei.

Dienstleistungsgeschäft deutlich ausgeweitet
Der mit Dienstleistungen erzielte Umsatz lag im dritten Quartal 2009 bei 69,5 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 41,8 Millionen Euro, was auf den Beitrag der IDS Scheer AG zurückzuführen ist.

2.3 Umsatz nach Geschäftsbereichen

Die Umsatzanteile der Geschäftsbereiche verteilen sich in etwa wie folgt: ETS 46 Prozent, webMethods 36 Prozent, IDS Scheer 18 Prozent (seit 20. August 2009).

ETS weiter robust
Der Umsatz des Geschäftsbereichs ETS (Datenmanagement) belief sich im Berichtsquartal auf 99,2 Millionen Euro und lag damit nur marginal unter dem starken Vorjahreswert von 101,1 Millionen Euro. Mit 83,1 Millionen Euro war der Produktumsatz im Vergleich zum Vorjahr (83,8 Millionen Euro) stabil. Gründe hierfür sind im weiterhin starken Wachstum des Datenmanagementgeschäfts in Brasilien zu sehen ebenso wie in der kontinuierlichen Investition unserer Kunden in das laufende Geschäft. So verbesserten wir den Wartungsumsatz um 4 Prozent auf 48,6 Millionen Euro (Vj. 46,7 Millionen Euro). Die Lizenzumsätze lagen mit 34,5 Millionen Euro 7 Prozent unter dem Vorjahres-wert von 37,1 Millionen Euro. Hierin war im letzten Jahr allerdings der größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte aus Brasilien enthalten, der als Einmaleffekt die Vergleichsbasis des Vorjahres erhöhte. Auch die Dienstleistungen fielen mit 16,0 Millionen Euro um 6 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (17,0 Millionen Euro).

Der Segmentbeitrag von ETS zum operativen Konzernergebnis vor Aufwand für Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung betrug im dritten Quartal 61,7 Millionen Euro, 3 Prozent weniger als im Vorjahr (63,4 Millionen Euro). Die Herstellkosten erhöhten sich um 5 Prozent auf 20,6 Millionen Euro (Vj. 19,6 Millionen Euro), die Vertriebkosten verminderten sich dank optimierter Vertriebseffizienz um 7 Prozent auf 16,9 Millionen Euro (Vj. 18,1 Millionen Euro).

webMethods verhalten
Der Geschäftsbereich webMethods bewegt sich rezessionsbedingt wie erwartet in einem schwierigeren Marktumfeld als ETS. Der Umsatz betrug im Berichtsquartal 75,8 Millionen Euro gegenüber 79,0 Millionen Euro im Vorjahr, ein Rückgang um 4 Prozent. Dies belegt die aktuell schwierige Marktsituation bei neuen Projekten. Der Vergleich zum zweiten Quartal 2009 (75,5 Millionen Euro) zeigt aber schon eine leichte Besserung der Lage. In normalen Jahren liegen die Umsätze des dritten Quartals saisonbedingt unter den Erlösen des zweiten Quartals. Die Lizenzumsätze von webMethods fielen mit 21,4 Millionen Euro um 30 Prozent niedriger aus (Vj. 30,6 Millionen Euro). Die Wartungsumsätze hingegen wuchsen von 23,5 Millionen Euro um 21 Prozent auf 28,4 Millionen Euro. Und auch die Dienstleistungen stiegen gegenüber Vorjahr (24,8 Millionen Euro) um 3 Prozent auf 25,5 Millionen Euro. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie erwartet verbessern, wird der Geschäftsbereich webMethods dank seiner führenden Technologien hiervon signifikant profitieren.

Besonders erfreulich ist der gestiegene Beitrag von webMethods zum Konzernergebnis. Der Geschäftsbereich hat im dritten Quartal 2009 seine operative Marge weiter verbessert. Bedingt durch eine optimierte Vertriebseffizienz sowie größere Abschlüsse steigerte der Geschäftsbereich seinen Segmentbeitrag um 7 Prozent auf 29,8 Millionen (Vj. 28,0 Millionen Euro). Die Herstellkosten lagen mit 26,7 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau (26,9 Millionen Euro). Die Vertriebskosten sanken deutlich um 20 Prozent auf 19,3 Millionen Euro (Vj. 24,1 Millionen Euro).

Kennzahlen
IFRS, ungeprüft
in Mio. EUR

Q3|2009

Q3|2008

Veränderung in %

Konzernumsatz213,6
180,1
19

Produktumsatz (Lizenzen und Wartung)

143,2138,04

Service-Umsatz

69,541,866

Umsatz ETS

99,2101,1– 2
Umsatz webMethods75,879,0– 4
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)56,448,716
in % der Marge26,4
27,0

Ergebnis nach Steuern

38,131,023

Ergebnis je Aktie in EUR

1,351,0825

Free Cashflow

47,034,237

 

IDS Scheer erstmals konsolidiert
Die IDS Scheer AG hat im Konsolidierungszeitraum seit dem 20. August mit 38,6 Millionen Euro zum Konzernumsatz beigetragen. Davon entfielen 10,4 Millionen Euro auf Produktumsätze; darin enthalten 6,1 Millionen Euro im Bereich Lizenzen und 4,2 Millionen Euro für Wartungen. Das Dienstleistungsgeschäft erbrachte 28,0 Millionen Euro Umsatz. Die Herstellkosten beliefen sich auf 26,1 Millionen Euro, die Vertriebskosten auf 6,7 Millionen Euro. So ergibt sich ein Segmentbeitrag durch IDS Scheer von 5,8 Millionen Euro, der mit 0,4 Millionen Euro netto in das Quartalsergebnis einfließt.

EBIT übertrifft Erwartungen
Das EBITA legte im dritten Quartal 2009 überproportional zum Umsatzwachstum um 22 Prozent auf 63,8 Millionen Euro (Vj. 52,3 Millionen Euro) zu. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 16 Prozent auf 56,4 Millionen Euro; der Vorjahreswert hatte 48,7 Millionen Euro betragen. Die EBIT-Marge erreichte im dritten Quartal 2009 mit 26,4 Prozent fast die Rekordmarke von 27 Prozent, die im dritten Quartal 2008 erzielt worden war. Ohne die Konsolidierung von IDS Scheer hätte die EBIT-Marge erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als 30 Prozent betragen. Durch eine deutliche Senkung der operativen Kosten (ohne IDS Scheer) um insgesamt 11 Prozent ist es uns gelungen, die Akquisitionskosten und Konsolidierungseffekte für das dritte Quartal 2009 zu absorbieren und die EBIT-Marge auf Vorjahresniveau zu halten.

Die Grundlage für diese außergewöhnlich gute Margenentwicklung hat die Software AG bereits im Oktober 2008 gelegt. Frühzeitig wurde ein „Crisis Response Program“ entwickelt. Ziel war es, in der Rezession Personalabbau zu vermeiden und gleichzeitig Kosten zu sparen. Damit wurde vorausschauend agiert und die Mitarbeiter wurden gehalten, um für die Zeit nach der Rezession die volle Schlagkraft im Markt zu haben. Die Einsparungen konnten quer durch das Unternehmen in allen Bereichen erzielt werden. Strengere Anforderungen an Neueinstellungen und die Beschaffung von Betriebsmitteln sowie verschärfte Reiserichtlinien zeigten Wirkung. Zudem wurden einige Großveranstaltungen ausgesetzt. Konzernweite Arbeitstreffen wurden durch Videokonferenzen ersetzt und die Schulung von Mitarbeitern erfolgte verstärkt durch effizientere eLearning-Programme. Damit wurden nicht nur die Kosten gesenkt, sondern auch die CO2 Bilanz des Konzerns weiter verbessert.

Nicht reduziert wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Der F&E-Aufwand lag im Berichtsquartal mit 19,6 Millionen Euro auf Vorjahresniveau (19,4 Millionen Euro). Der mittlerweile erworbene Technologievorsprung soll nicht preisgegeben werden, um bei anspringender Konjunktur unmittelbar und überproportional profitieren zu können. Die übrigen Kostenquoten wurden hingegen kräftig gesenkt. So stiegen Marketing- und Vertriebskosten lediglich um 2 Prozent auf 45,2 Millionen Euro (Vj. 44,1 Millionen Euro), während der Umsatz um 19 Prozent ausgeweitet wurde. Die Allgemeinen Verwaltungskosten betrugen mit 16,2 Millionen Euro nur noch 7,6 Prozent des Umsatzes nach 8,7 Prozent im Vergleichsquartal des Vorjahres.

Jahresüberschuss und Ergebnis zum wiederholten Mal gesteigert
Die Software AG konnte im Berichtsquartal einen Gewinn nach Steuern von 38,1 Millionen Euro erzielen – ein Plus von 23 Prozent gegenüber den 31,0 Millionen Euro des Vorjahrs. Dazu haben das starke operative Ergebnis sowie eine verbesserte Steuerquote beigetragen. Das Ergebnis je Aktie wurde im Berichtszeitraum um 25 Prozent von 1,08 Euro auf 1,35 Euro verbessert. Zum Quartalsende befanden sich 28,7 Millionen Aktien (unverwässert) im Umlauf, etwa 76.000 Stück mehr als zum Vorjahresstichtag.

Neunmonatszahlen bestätigen robustes Geschäftsmodell
Auch im Neunmonatszeitraum 2009, in dem die Konsolidierung von IDS Scheer nur einen kleinen Teil betraf, konnte die Software AG kräftige Steigerungsraten ausweisen: Hier betrugen die Umsatzerlöse 555,3 Millionen Euro, 9 Prozent mehr als im Vorjahr (508,2 Millionen Euro). Die Produktumsätze summierten sich auf 399,4 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 375,9 Millionen Euro. Die im Produktumsatz enthaltenen Wartungsumsätze konnten um 19 Prozent auf 228,2 Millionen Euro (Vj. 191,4 Millionen Euro) zulegen. Die Lizenzumsätze verringerten sich hingegen von 184,5 Millionen Euro auf 171,2 Millionen Euro und damit um 7 Prozent. Dies ist im Branchenvergleich ein guter Wert, da auf Grund der Wirtschaftskrise bei vielen Softwareherstellern die Lizenzumsätze zweistellig wegbrachen. Das Dienstleistungsgeschäft wuchs akquisitionsbedingt mit 18 Prozent auf 153,5 Millionen Euro (Vj. 130,5 Millionen Euro) kräftig.

Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) stieg in den ersten neun Monaten 2009 um 11 Prozent auf 138,8 Millionen Euro (Vj. 125,6 Millionen Euro) an. Die EBIT-Marge verbesserte sich leicht von 24,7 Prozent auf 25,0 Prozent. Der operative Cashflow betrug im Neunmonatszeitraum 126,9 Millionen Euro und lag damit 32 Prozent höher als zum Ende des dritten Quartals 2008 (96,3 Millionen Euro).