Pressemitteilung

Software AG: Gesamtergebnis entspricht Markterwartungen

  • Konzern-Lizenzumsatz wächst um 5 Prozent (währungsbereinigt)
  • BPE-Produktumsatz auf Vorjahresniveau (währungsbereinigt)
  • ETS-Produktumsatz leicht über Vorjahr (währungsbereinigt)
  • Consulting: Erfolgreiche Neuausrichtung, steigende Auftragseingänge
  • Erfolgreicher Start in Q3: BPE-Großauftrag im öffentlichen Sektor in den USA erhalten
  • BPE-Integrationsportfolio als weltweiter Technologieführer ausgezeichnet
  • Gesamtjahresprognose bestätigt

Darmstadt, Deutschland, 25.07.2013

Die Software AG (Frankfurt TecDAX: SOW) hat heute ihre Finanzergebnisse (IFRS, vorläufig) für das zweite Quartal 2013 bekannt gegeben. Der Produktumsatz (Lizenz + Wartung) im Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPE) blieb in der Berichtsperiode währungsbereinigt auf dem Vorjahresniveau. Die Produkterlöse im Geschäftsfeld Enterprise Transaction Services (ETS) stiegen um zwei Prozent (währungsbereinigt). Das zweite Quartal ist durch einen atypischen Verlauf beim Lizenzumsatz geprägt. Während im ETS-Datenbankgeschäft schon vergleichsweise früh Kundenaufträge gewonnen wurden, erfolgte der Abschluss eines bedeutenden BPE-Lizenzvertrags kurz nach Quartalsschluss. Insgesamt liegen Gesamtumsatz und Ergebnis im Rahmen der Erwartungen. Investitionen in das organische Wachstum im BPE-Bereich führten zu einer deutlichen Ausweitung der Vertriebspipeline. Gezielt stärkere R&D-Aktivitäten resultierten in der weltweiten Technologieführerschaft bei Integrationssoftware, ausgezeichnet wird dies auch in einer aktuellen Studie unabhängiger Industrieanalysten. Damit schafft die Software AG auch die Basis für ein überproportionales BPE-Wachstum. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres blickt das Unternehmen, auch aufgrund eines positiven Auftakts im dritten Quartal, zuversichtlich nach vorne und bestätigt ihre Gesamtjahresprognose 2013 trotz eines zunehmend unsicheren Marktumfelds in einigen Ländern.

 

„Dank eines großen Vertragsabschlusses, der für das zweite Quartal vorgesehen war, sind wir sehr gut in das zweite Halbjahr gestartet. Darüber hinaus haben wir unser zukünftiges organisches Wachstum in den vergangenen drei Monaten durch ausgewählte, kleinere Technologie-Akquisitionen gestärkt. Damit konnten wir unsere Kundenbasis ausdehnen und unser Produktportfolio um marktführende Komponenten aus den Bereichen Cloud und Big Data ergänzen. Aufgrund unserer globalen Technologieführerschaft bei unserem BPE-Integrationsportfolio haben wir beste Voraussetzungen, um weiterhin Marktanteile zu gewinnen“, sagte Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands der Software AG.

Entwicklung der Geschäftsbereiche
Den größten Beitrag zum Konzernumsatz lieferte der Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPE). Der Umsatz lag mit 91,4 (Vj. 93,8) Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau; operativ, um Währungseffekte bereinigt, ist er leicht gestiegen. Durch die zeitliche Verschiebung beim Abschluss von Lizenzaufträgen im zweistelligen Millionenbereich, die erst kurz nach dem Stichtag des zweiten Quartals erfolgten, lag der BPE-Produktumsatz unter den Erwartungen für das Quartal. Aufgrund der aktuellen Vertriebserfolge zu Beginn des dritten Quartals und einer gut gefüllten BPE-Vertriebspipeline ist die Software AG, trotz eines zunehmend schwierigeren Marktumfelds, für den Jahresverlauf zuversichtlich bezüglich steigender BPE-Lizenzerlöse. Zu den Erfolgen gehört beispielsweise auch ein Großauftrag des neu etablierten Vertriebsbereiches Software AG Government Solutions in den USA. Die Tochtergesellschaft mit spezieller Ausrichtung auf den öffentlichen Sektor hat im Juli den bisher größten Auftrag mit einer amerikanischen Regierungsbehörde in einem Gesamtvolumen von rund 17 Millionen US-Dollar abgeschlossen, davon entfallen rund 10 Millionen US-Dollar auf BPE-Lizenzen. Damit tragen die Investitionen in Vertrieb und Marketing auch im öffentlichen Bereich in den USA erste Früchte.

Das Datenbankgeschäft Enterprise Transaction Systems (ETS) erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von 75,8 (Vj. 77,9) Millionen Euro. Währungsbereinigt lag der Erlös mit rund zwei Prozent im Plus. Damit entwickelte sich das Geschäftsfeld rund um die Produkte ADABAS-NATURAL positiver als erwartet. Ursache hierfür waren vor allem neue Aufträge, die frühzeitig im Jahresverlauf abgeschlossen wurden und die den Lizenzerlös währungsbereinigt um rund 16 Prozent steigen ließen. Die positive ETS-Entwicklung unterstreicht, dass das Datenbankgeschäft der Software AG bei einem großen Kundenkreis als Schlüsseltechnologie fungiert.

Der Geschäftsbereich Consulting, der seit Beginn des Jahres die Serviceleistungen von BPE, ETS sowie IDS Scheer Consulting zusammenfasst, verzeichnete einen Umsatz in Höhe von 70,5 (Vj. 86,9) Millionen Euro. Der geringere Erlös ist vor allem auf die Neuausrichtung des SAP-Consultings zurückzuführen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Software AG mit dem Rückzug aus unprofitablen Märkten begonnen. Anfang dieses Jahres folgte der Verkauf der nordamerikanischen SAP-Serviceaktivitäten. Die positive Entwicklung des Segmentbeitrags, der sich in der Berichtsperiode auf 2,7 (Vj. -4,3) Millionen Euro deutlich verbesserte, unterstreicht den erfolgreichen operativen Turnaround und führt das Geschäft Schritt für Schritt zu Profitabilität und Wachstum zurück. Auch in Zukunft wird die Software AG ihre angekündigte Strategie fortsetzen und das Geschäft auf Prozessoptimierung im Umfeld von SAP-Anwendungen im deutschsprachigen Raum konzentrieren.

Gesamtumsatz und Ergebnisentwicklung
Aufgrund der fokussierten Neuausrichtung im Geschäftsbereich Consulting lag der Gesamtumsatz der Software AG im abgelaufenen Quartal bei 237,7 (Vj. 258,6) Millionen Euro. Der Lizenzumsatz auf Konzernebene lag bei 75,8 (Vj. 76,0) Millionen Euro, währungsbereinigt stieg er in der Berichtsperiode um fünf Prozent. Insgesamt erreichte der Produktumsatz 169,1 (Vj. 175,5) Millionen Euro und trug rund 71 (Vj. 68) Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit verbesserte sich die Umsatzverteilung weiterhin zugunsten der wachstumstreibenden und margenstarken Lizenz- und Wartungserlöse.

Die planmäßig um 12,7 Millionen Euro höheren Vertriebsaufwendungen mit 73,9 (Vj. 61,6) Millionen Euro dienten wesentlich der Erschließung neuer Wachstumsfelder im BPE-Umfeld wie beispielsweise dem öffentlichen Sektor in den USA. Analog zu den gestiegenen Vertriebsaufwendungen lag das EBIT bei 44,4 (Vj. 57,1) Millionen Euro und entsprach den Erwartungen. Der Nettogewinn nach Steuern erreichte 28,8 (Vj. 37,5) Millionen Euro.

„Im zweiten Halbjahr werden wir uns weiter auf den Ausbau des zukunftsträchtigen Geschäftsbereichs BPE konzentrieren. Für weitere Akquisitionen in diesem Umfeld sind wir bestens gerüstet. Hierzu haben wir unsere Liquiditätsreserven durch eine erfolgreiche Schuldscheinplatzierung erhöht und uns damit den notwendigen Spielraum zur Finanzierung der weiteren Expansion gesichert“, so Finanzvorstand Arnd Zinnhardt.

Akquisitionen
Im zweiten Quartal tätigte die Software AG eine Reihe von kleineren Zukäufen. Das Unternehmen kaufte im April die in Kalifornien ansässige US-Firma LongJump, einen Cloud-Plattform-Anbieter. Damit ermöglicht die Software AG ihren Kunden die Entwicklung von flexiblen, situativen und prozessgesteuerten Anwendungen in der Cloud. Mit der Platform-as-a-Service-Funktionalität (PaaS) können Anwendungen in öffentlichen oder privaten Clouds, on-premise oder auf jedem beliebigen mobilen Endgerät eingesetzt werden. Im Juni folgte die Akquisition der alfabet AG mit Sitz in Berlin. alfabet hat sich auf die Planung und Optimierung von IT-Landschaften fokussiert und ergänzt den BPE-Marktauftritt der Software AG. Zusätzlich übernahm das Unternehmen im Juli die CEP-Plattform Apama von Progress Software Corporation, USA. CEP steht für Complex Event Processing und ist eine Technologie, mit der Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten über die unterschiedlichsten Datenströme hinweg in Echtzeit analysieren können, um somit schnell wichtige Geschäftsentscheidungen treffen zu können. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum weiteren Ausbau der BPE-Aktivitäten im Bereich „Big Data“.

Schuldscheinplatzierung
Im Juli des laufenden Jahres hat die Software AG ein Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro erfolgreich platziert. Die hohe Investorennachfrage resultierte in einer deutlichen Überzeichnung der Transaktion und führte zu einer Erhöhung des Gesamtvolumens von ursprünglich 150 Millionen Euro auf insgesamt 300 Millionen Euro. Dieses Resultat unterstreicht das Vertrauen der Schuldscheininvestoren in das Geschäftsmodell der Software AG.

Mitarbeiter
Zum 30. Juni 2013 beschäftigte die Software AG 5.375 (Dez. 2012: 5.419) Mitarbeiter, davon 1.229 (Dez. 2012: 1.131) in Vertrieb und Marketing sowie 941 (Dez. 2012: 887) im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland lag bei 1.777 (Dez. 2012: 1.768).

Ausblick 2013
Die Software AG bestätigt ihren Ausblick für das Gesamtjahr, der am 29. Januar 2013 im Rahmen der Veröffentlichung der Jahreszahlen für 2012 bekannt gegeben wurde. Demnach rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Anstieg des BPE-Umsatzes zwischen 16 und 22 Prozent (währungsbereinigt). Der Umsatz im traditionellen Datenbankgeschäft ETS wird sich voraussichtlich um vier bis neun Prozent (währungsbereinigt) reduzieren. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Investitionen für den Ausbau von Vertrieb und Marketing dürfte der Gewinn pro Aktie im laufenden Jahr zwischen 1,70 und 1,80 Euro liegen. In Anbetracht eines zunehmend schwierigeren Marktumfelds mit Einfluss auf die gesamte Softwarebranche und möglichen Verschiebungen großvolumiger Lizenzverträge, wie das zweite Quartal zeigte, weist die Software AG darauf hin, dass die Ergebnisse am Ende des Jahres jeweils am unteren Ende der ausgegebenen Spannweite liegen könnten.

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Über Software AG
Die Software AG (FRA: SOW) hilft Unternehmen, ihre Geschäftsziele schneller zu erreichen. Mit den Technologien des Unternehmens für Big Data, Integration und Geschäftsprozessmanagement steigern Unternehmen ihre Effizienz, modernisieren ihre Systeme und optimieren ihre Prozesse, um qualifizierte Entscheidungen zu treffen und einen besseren Service zu erbringen. Seit mehr als 40 Jahren steht das Unternehmen für Innovationen, die sich am Nutzen für den Kunden ausrichten. Mit den Produktfamilien Adabas und Natural, ARIS, Terracotta und webMethods ist das Unternehmen führend in 15 Marktsektoren. Die Software AG beschäftigt ca. 5.300 Mitarbeiter in 70 Ländern und erzielte 2012 einen Umsatz von 1,05 Milliarden Euro.

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