Datenintegration

Sieben Zahlen, die das "Chaos der Konnektivität" definieren

Wir haben mit 1.500 IT-Führungskräften über ihre Technologieinvestitionen im Jahr 2024 gesprochen. Die gute Nachricht: Die digitale Transformation verlangsamt sich nicht. Die schlechte Nachricht: Ein klarer Integrationsplan fehlt oft. Werfen wir einen Blick auf sieben Statistiken aus unserer Untersuchung, die das beschreiben, was wir „Chaos der Konnektivität“ nennen.

In der schnelllebigen IT-Welt sprechen Zahlen oft lauter als Worte. IT-Führungskräfte investieren weiterhin in neue Technologieplattformen, um Innovationen voranzutreiben und das Erlebnis für Kunden, Mitarbeitende und Partner zu verbessern. (Dies geht aus unserer jährlichen „Reality Check“-Studie hervor, die auf den Einschätzungen von 1.500 IT-Führungskräften basiert.) Diese Investitionen sollen in erster Linie konkrete Probleme lösen – führen jedoch häufig zu neuen Herausforderungen, wenn kein klarer Integrationsplan vorhanden ist.  

Werfen wir einen Blick auf sieben Zahlen, die diese Entwicklung verdeutlichen. Sie zeigen, wie der konsequente Drang nach technologischer Exzellenz zu einem „Chaos der Konnektivität“ führen kann, dem IT-Führungskräfte hinterherlaufen - und wie ein intelligenter Integrationsansatz zur Rettung werden kann.

1. 86%

Beeindruckende 86 Prozent der Unternehmen haben ihre Technologie-Stacks in jüngster Zeit deutlich erweitert - doch die Hälfte dieser Unternehmen hat diesen Ausbau ohne klaren Integrationsplan gestartet. Das zeigt eine kritische Lücke im Technologie-Einführungsprozess: Unternehmen sind zwar begeistert, neue Technologien zu übernehmen, übersehen dabei aber häufig den entscheidenden Faktor der nahtlosen Integration in ihre bestehenden Systeme. Diese Fehleinschätzung kann zu betrieblichen Ineffizienzen führen und dazu, dass das volle Potenzial der Investitionen in neue Technologien ungenutzt bleibt.

2. 101,37 Milliarden Euro

Bis 2023 erlebten Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) einen dramatischen Anstieg – von rund 36,95 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 101,37 Milliarden Euro. Dieser sprunghafte Anstieg verdeutlicht das wachsende Interesse, das Potenzial von KI umfassend zu nutzen. Gleichzeitig wirft er jedoch eine kritische Frage auf: Werden diese Investitionen strategisch sinnvoll in die übergeordnete Unternehmensstrategie integriert? Der rasante Zufluss an KI-Investitionen erfordert einen parallelen Fokus auf strategische Integration, damit diese erheblichen finanziellen Mittel auch greifbare Geschäftsergebnisse liefern und langfristige Unternehmensziele unterstützen.

3. 65%

Die technologische Komplexität hat die Governance-Herausforderungen für fast zwei Drittel (65 Prozent) der Unternehmen deutlich verschärft. Diese Zahl verdeutlicht die enge Verknüpfung zwischen rasantem technologischem Fortschritt und der Notwendigkeit strenger Governance-Strukturen. Mit der Integration einer Vielzahl neuer Technologien wird die Einhaltung unterschiedlicher Vorschriften und Standards zunehmend komplex. Diese Komplexität birgt nicht nur rechtliche Risiken, sondern erfordert auch einen differenzierteren Ansatz für Daten-Governance - mit klar definierten Richtlinien und robusten Managementpraktiken.

4. 8 von 10

Achtzig Prozent der Unternehmen glauben, dass die wachsende Größe ihrer Technologielandschaft ihre Agilität negativ beeinflusst und ihre Fähigkeit beeinträchtigt, neue Produkte und Dienstleistungen schnell auf den Markt zu bringen. Diese Realität verdeutlicht ein Paradoxon: Während Technologie eigentlich die geschäftliche Agilität verbessern soll, kann ihr unkontrolliertes Wachstum den gegenteiligen Effekt haben. Die Komplexität der Integration unterschiedlicher Technologien kann Entscheidungsprozesse verlangsamen, schnelle Reaktionen auf Marktveränderungen behindern und letztlich Innovationen hemmen. Die Bewältigung dieser Herausforderung erfordert einen strategischen Ansatz für die Einführung von Technologie, um sicherzustellen, dass neue Tools und Plattformen die geschäftliche Agilität unterstützen – und nicht behindern.

5. 89%

Erschütternde 89 Prozent der Unternehmen waren bereits mit Störungen oder Ausfällen von Diensten aufgrund technischer Probleme konfrontiert - 22 Prozent davon häufig. Diese alarmierende Statistik verdeutlicht die operativen Risiken, die mit komplexen Technologieumgebungen einhergehen. Solche Ausfälle führen nicht nur zu sofortigen betrieblichen Beeinträchtigungen, sondern schädigen auch das Vertrauen der Kunden und den Ruf des Unternehmens. Die Herausforderung für IT-Führungskräfte besteht darin, robuste und widerstandsfähige Systeme zu implementieren, die Störungen standhalten und sich schnell erholen können, um die Geschäftskontinuität auch bei technologischen Zwischenfällen sicherzustellen.

6. 44%

Fast die Hälfte der Unternehmen (44 Prozent) verlässt sich für ihre Integrationsanforderungen auf mehrere Anbieter – was zu fragmentierten Lösungen führt, die Kosten erhöhen und die Durchsetzung von Standards erschweren. Diese Erkenntnis verdeutlicht die Komplexität und Ineffizienz bei der Verwaltung unterschiedlicher ißIntegration-Tools. Die Vielzahl an Anbietern kann ein Flickwerk aus Systemen schaffen, das nur schwer zu harmonisieren ist. Dies führt zu höheren Wartungskosten und erschwert die einheitliche Anwendung von Best Practices im gesamten Unternehmen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines einheitlicheren Integrationsansatzes, der die Technologielandschaft vereinfacht und die Komplexität im Anbietermanagement reduziert.

7. 81%

ChatGPT: Überwältigende 81 Prozent der Unternehmen berichten über große Herausforderungen, wenn es darum geht, klare Transparenz und effektives Management ihrer integrierten Systeme zu erlangen. Diese Zahl verdeutlicht ein zentrales Problem des modernen IT-Managements: den Mangel an einem einheitlichen Überblick über verschiedene Systeme. Mit dem Wachstum der Unternehmen und der zunehmenden Komplexität ihrer Technologielandschaften wird es immer schwieriger, ein ganzheitliches Verständnis dieser vernetzten Systeme zu gewinnen. Dieser Mangel an Sichtbarkeit kann zu Ineffizienzen, steigendem Risiko und verpassten Optimierungschancen führen. Daher muss der Fokus verstärkt darauf liegen, Systeme so zu integrieren, dass zentrale Überwachung und Steuerung möglich sind - und IT-Führungskräfte die notwendigen Einblicke erhalten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.


Was bedeutet das nun alles?

Das „Chaos der Konnektivität“ ist der Trend, den wir 2024 beobachten – und er wird nicht so schnell verschwinden. Diese Zahlen zeigen nicht nur die Herausforderungen, mit denen IT-Führungskräfte bei der Integration konfrontiert sind, sondern weisen auch den Weg nach vorn. Sie unterstreichen die Bedeutung von strategischer Planung, starker Governance und ganzheitlichen Lösungen, um sich in der komplexen digitalen Landschaft zurechtzufinden. Während wir uns weiterhin an dieses sich ständig wandelnde Umfeld anpassen, dienen diese Zahlen als wichtige Wegweiser. Sie helfen Unternehmen, ihre Anstrengungen darauf zu konzentrieren, kohärente, effiziente und agile Technologie-Ökosysteme zu schaffen. Die aktive Annahme dieser Herausforderungen mit einem datengetriebenen und strategischen Ansatz ist der Schlüssel, um potenzielle Hindernisse in Chancen für Innovation und Erfolg zu verwandeln.

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