News der Software AG

Die Software AG gibt ihre Finanzergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2020 bekannt – starkes zweites Quartal, Unternehmensumbau beschleunigt

  • Konzern-Auftragseingang steigt im zweiten Quartal um 32 Prozent, Konzern-Produktumsatz bleibt stabil
  • Nachfragesteigerung bei Subskriptions- und Cloud-Software stärkt Digitalgeschäft:
    • Auftragseingang im Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP ohne Cloud & IoT) steigt gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent
    • Auftragseingang im Geschäftsbereich DBP Cloud & IoT um 39 Prozent über Vorjahr
    • Jährlich wiederkehrender Umsatz (Annual Recurring Revenue) im Segment DBP steigt um 14 Prozent auf 355 Millionen Euro
  • Auftragseingang im Geschäftsbereich Adabas & Natural steigt im zweiten Quartal um 31 Prozent, da Abschlüsse aus der zweiten Jahreshälfte vorgezogen wurden 
  • Aufgrund einer ausgewogenen Kostenentwicklung im zweiten Quartal erreicht die operative Ergebnismarge (EBITA-Non-IFRS) 20,2 Prozent und übertrifft die Erwartungen
  • Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang um 30 Prozent bei gleichbleibendem Konzernumsatz, entsprechend der Erwartungen
  • Ausblick für 2020 bestätigt: ansteigende Auftrags-Pipeline begegnet neuen Risiken einer möglichen Geschäftsabschwächung durch die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr

[Bei allen Angaben handelt es sich, soweit nicht anders gekennzeichnet, um währungsbereinigte gerundete Zahlen gemäß IFRS.]

Darmstadt, Deutschland, Mittwoch, 22. Juli 2020

Die Software AG (Frankfurt MDAX: SOW) veröffentlicht heute vorläufige Finanzergebnisse (IFRS) für das zweite Quartal und das erste Geschäftshalbjahr 2020. Trotz der Corona-Pandemie konnte das Unternehmen solide Ergebnisse vorzeigen und sich bei allen wichtigen Kennzahlen verbessern. Der Konzern hat sich in allen Regionen, einschließlich Nordamerika, gut behauptet; das Vertriebskonzept wurde in allen Geschäftsbereichen ausgezeichnet umgesetzt. Der Umbau des Unternehmens gewinnt weiter an Dynamik, wobei Produktinnovationen, kultureller Wandel und die Fortschritte bei der Umstellung auf Subskriptionen das Unternehmen in Richtung nachhaltiges, profitables Wachstum vorantreiben. Aufgrund der Vertriebsverbesserung stieg im Berichtsquartal der Auftragseingang im Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP ohne Cloud & IoT) gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent. Beim Auftragseingang im Bereich DBP Cloud & IoT konnte das Unternehmen aufgrund der starken Cloud-Nachfrage ein Plus von 39 Prozent verzeichnen. Im Geschäftsbereich Adabas & Natural (A&N) lieferten zwei große Abschlüsse, die aus der zweiten Jahreshälfte vorgezogen wurden, zusätzliche positive Impulse und führten im zweiten Quartal zu einem Anstieg des Auftragseingangs um 31 Prozent. Wie erwartet, ging der ausgewiesene Umsatz leicht zurück. Grund dafür ist die planmäßige Umstellung auf Subskriptionsverträge und Software as a Service (SaaS), mit einem höheren Anteil wiederkehrender Umsätze, die nicht sofort, sondern über die Laufzeit realisiert werden. Diese Umstellung beschleunigte sich im Berichtsquartal und der Anteil von Subskriptionen und SaaS am Auftragseingang erreichte im Digitalisierungsgeschäft (DBP inkl. Cloud & IoT) 88 Prozent. Dank eines umsichtigen Kostenmanagements und gezielter Investitionen in organisches Wachstum lag das operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) des Konzerns mit 41,4 Millionen Euro über den Markterwartungen (39,8 Millionen Euro).

“Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie haben wir im zweiten Quartal ein starkes Ergebnis erzielt. Unser Kerngeschäft mit Software für die Digitalisierung wächst signifikant, beim Subskriptionsumsatz machen wir Fortschritte, unsere Pipeline ist solide, wir haben eine robuste Plattform und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein hervorragendes Quartal abgeliefert haben. Wir wissen nicht, wie sich die Corona-Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir gut aufgestellt sind, um erfolgreich durch diese unsicheren Zeiten zu kommen und unsere Kunden bei ihren Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen, die in den vergangenen Monaten eine neue Bedeutung erlangt haben”, sagte Sanjay Brahmawar, Vorstandsvorsitzender der Software AG

“Ich freue mich sehr, dass ich in einer solch wichtigen Phase ihrer Entwicklung zur Software AG gekommen bin. Trotz der weltweiten Konjunkturabschwächung durch Corona hat unser Team im zweiten Quartal mit einem Anstieg des Auftragseingangs um 32 Prozent und einem stabilen Produktumsatz ein starkes Ergebnis erzielt. Angesichts der aktuellen Situation sind diese Zahlen bemerkenswert robust. Für die Zukunft möchte ich sicherstellen, dass wir widerstandsfähig bleiben und uns auf unsere ambitionierten Wachstumsziele konzentrieren. Ich freue mich auf den Rest des Jahres und darauf, als Teil des Teams, auf dieser großartigen Ausgangsbasis aufbauen zu können.”, sagte Dr. Matthias Heiden, Finanzvorstand der Software AG


Gesamtumsatz und Ergebnisentwicklung im zweiten Quartal 2020 entspricht weitgehend den Erwartungen
Die Software AG wies im zweiten Quartal einen Gesamtumsatz von 204,6 (Vj: 210) Millionen Euro aus, der damit 0,9 Prozent über den Konsensusschätzungen von 202,8 Millionen Euro liegt. Der Konsensus ist auf der Unternehmens-Website veröffentlicht. Der Gesamtproduktumsatz (Lizenzen + Wartung + SaaS) der Software AG betrug im zweiten Quartal 2020 158,9 Millionen Euro (Konsensus: 158,1 Millionen Euro; Q2 2019: 163,1 Millionen Euro), beeinflusst durch negative Währungseffekte und ein gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres um ein Prozent geringeres Geschäftsvolumen.

Aufgrund verstärkter Investitionen in das strategische Transformationsprogramm „Helix“ betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 31,9 (Konsensus 31,0) Millionen Euro und lag damit wie erwartet unter dem Vorjahresergebnis von 47,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) erreichte 41,4 (Konsensus 39,8; Vj. 56,1) Millionen Euro, das entspricht einer operativen Marge (EBITA Non-IFRS) von 20,2 (Vj. 26,7) Prozent.


Entwicklung der Geschäftsbereiche im zweiten Quartal 2020
Der Geschäftsbereich DBP (ohne Cloud & IoT) entwickelte sich im Berichtsquartal dynamisch: der Auftragseingang kletterte um 31 Prozent und der Anteil der Subskriptionen erhöhte sich auf 82 Prozent. Wie erwartet (und in Einklang mit Analystenschätzungen) führte der Wechsel zu Subskriptionen dazu, dass der ausgewiesene Umsatz im Berichtsquartal mit 96,3 Millionen Euro niedriger war als im Vorjahr (Vj. 97,5 Millionen Euro). Der damit verbundene Anstieg des Annual Recurring Revenue (ARR) von 12 Prozent auf 306 Millionen Euro lässt entsprechend höhere zukünftige Umsätze erwarten.

Der Geschäftsbereich DBP Cloud & IoT erzielte beim Auftragseingang ein Plus von 39 Prozent und wies einen Umsatz von 10,4 (Vj. 12,8) Millionen Euro aus. Auch dies ist ein Zeichen der Umstellung des Geschäftsmodells, die den Anstieg des wiederkehrenden Umsatzes beschleunigt. Im Berichtsquartal stieg der SaaS-Umsatz um 36 Prozent auf 7,3 (Vj. 5,4) Millionen Euro und der Lizenzumsatz um 10 Prozent auf 2,0 (Vj. 1,8) Millionen Euro. Anders als im zweiten Quartal 2019 gab es keinen Auftrag mit hohem sofort gebuchten Lizenzanteil; demzufolge reduzierte sich der Lizenzumsatz auf 1,1 (Vj. 5,7) Millionen Euro.

Im Geschäftsbereich A&N hielt der positive Trend an. Das starke Ergebnis wurde befördert durch zwei größere vorgezogene Aufträge, die zu einem Anstieg des Auftragseingangs um 31 Prozent führten. Der ausgewiesene Umsatz lag mit 52,4 (Vj. 53,0, Konsensus 48,0) Millionen Euro auf Vorjahresniveau.


Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2020
Die Software AG verzeichnete im ersten Halbjahr einen Anstieg des gesamten Auftragseingangs um 30 Prozent, einen stabilen Konzernumsatz von 411,7 (Vj. 411,4) Millionen Euro und einen Produktumsatz (Lizenzen + Wartung + SaaS) von 319,9 (Vj. 317,7) Millionen Euro.

Das A&N-Geschäft lieferte sehr gute Ergebnisse: Der Auftragseingang stieg um 39 Prozent, der Umsatz um 3 Prozent auf 110,0 Millionen Euro. Aufgrund zweier vorgezogener Abschlüsse konnte schon im ersten Halbjahr über die Hälfte des für das Gesamtjahr erwarteten Auftragseingangs verbucht werden; entsprechend reduzierte sich die Pipeline für das zweite Halbjahr.

Der Geschäftsbereich DBP (ohne Cloud & IoT) verzeichnete beim Auftragseingang ein Wachstum von 18 Prozent; die erwartete langsamere Umsatzrealisierung resultierte in einem Produktumsatz von 184,3 (Vj. 187,9) Millionen Euro. Der Anteil der Subskriptionen am Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr 2020 auf 70 Prozent; im ersten Halbjahr 2019 lag er bei 36 Prozent. Das bedeutet einen großen Schritt vorwärts in Richtung auf die angestrebte Steigerung zukünftiger wiederkehrender Umsätze.

Im Segment DBP Cloud & IoT konnte die Software AG im ersten Halbjahr 2020 ihren Auftragseingang um 50 Prozent und den Umsatz um 15 Prozent verbessern und erzielte einen Produktumsatz von 25,8 (Vj. 22,3) Millionen Euro.

Insgesamt erreichte die Software AG in ihrem Digitalgeschäft (DBP, inkl. Cloud & IoT) im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis: Der Auftragseingang lag bei 139,7 Millionen Euro und damit 27 Prozent über dem Vorjahr. Aufgrund des steigenden Anteils von Subskriptionen und SaaS-Verträgen blieb der Umsatz mit 210,2 (Vj. 210,3) Millionen Euro gleich, während der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) sich um 14 Prozent auf 355,2 (Vj. 315,3) Millionen Euro erhöhte.

Das 191733-158077betrug im Berichtshalbjahr 60,7 (Vj. 89,9) Millionen Euro. Mit 81,1 (Vj. 107,7) Millionen Euro lag das operative Ergebnis (EBITA Non-IFRS) im ersten Halbjahr im Rahmen der Erwartungen. Die operative Ergebnismarge (Non-IFRS) erreichte demzufolge 19,7 (Vj. 26,2) Prozent. Das Nettoergebnis (Non-IFRS) summierte sich auf 56,1 (Vj. 75,6) Millionen Euro oder 0,76 (Vj. 1,02) Euro pro Aktie.


Bilanz und Cashflow unterstreichen finanzielle Widerstandskraft
Die Bilanz weist zum 30. Juni 2020 liquide Mittel in Höhe von 507,9 Millionen Euro aus; Ende 2019 betrugen diese 513,6 Millionen Euro. Im selben Zeitraum reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten um 73,6 auf 223,0 (31. Dezember 2019: 296,6) Millionen Euro. Der Eigenkapitalanteil stieg auf 67,1 (31. Dezember 2019: 64,2) Prozent der Bilanzsumme von 2,1 Milliarden Euro.

Der operative Cashflow im ersten Halbjahr belief sich auf 87,7 Millionen Euro und lag damit um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Free Cashflow erreichte 71,4 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 7 Prozent, was auf einen einmalig höheren Investitionsaufwand im ersten Quartal 2020 beruht. Der Cashflow je Aktie betrug 0,96 (Vj. 1,04) Euro. Entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung am 26. Juni 2020 schüttete das Unternehmen eine Dividende von 0,76 Euro je Aktie aus.

Mitarbeiter
Am 30. Juni 2020 beschäftigte die Software AG weltweit 4.642 (Vj. 4.740) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitstellen, FTE). Der Rückgang resultiert aus dem Verkauf des spanischen Professional-Services-Geschäfts, wodurch sich das Personal um ca. 440 FTEs reduzierte. Auf vergleichbarer Basis ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 340 FTEs.

Ausblick 2020
Nach den wie erwartet soliden Ergebnissen des ersten Geschäftshalbjahres bestätigt die Software AG heute ihre laufende Prognose für das Gesamtjahr:

  • Wachstum des Produktauftragseingangs DBP (exkl. Cloud & IoT) von +0 bis +10 Prozent
  • Wachstum des Produktauftragseingangs DBP Cloud & IoT von +20 bis +40 Prozent
  • Wachstum des Produktauftragseingangs A&N von -3 bis +3 Prozent
  • Operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) von 20 bis 22 Prozent


Sowohl die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells der Software AG als auch die anwachsende Pipeline für neue DBP-Aufträge sowie die Vertriebsverbesserungen untermauern den bestätigten Ausblick für das Geschäftsjahr 2020. Dennoch beobachtet die Software AG aufmerksam die unterschiedliche wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise in den einzelnen Regionen und ist sich bewusst, das präzise Aussagen zur Auftragsentwicklung noch schwierig sind. Darüber hinaus werden sich im A&N-Geschäft die beiden aus dem zweiten Halbjahr ins zweite Quartal vorgezogenen Abschlüsse dämpfend auf das Geschäftsvolumen im restlichen Jahr auswirken.

Der Vorstand geht nach wie vor davon aus, dass die Nachfrage nach Software für die Digitalisierung steigen wird, da für Unternehmen die Automatisierung ihrer betrieblichen Abläufe immer größere Bedeutung gewinnt. Die Software AG hält infolgedessen auch an ihren ambitionierten Zielen für das Jahr 2023 fest, insbesondere an dem Umsatzziel von 1 Milliarde Euro und der angestrebten operativen Ergebnismarge von 25 bis 30 Prozent.


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1acc = at constant currency (um Wechselkurseffekte bereinigt)
²Definitionen auf Seite 50 des Geschäftsberichts 2019
3Basierend auf der Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien (unverwässert): 74,0 Millionen
⁴Ohne 438 FTEs des spanischen Professional-Services-Geschäfts, das zum 30. Juni 2020 veräußert wurde.

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