Herausforderungen
- Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung
- Anhaltend hohe Kosten bei gedrosselten Prozessoren
- Erhöhte Nutzung von Großrechner Kapazität
- Steigende Anforderungen durch neue Kunden
Dataport ist für die Telefon- und Datenkommunikation, Verwaltungsanwendungen und Datensicherheit sowie die Steuerverwaltung mehrerer deutscher Bundesländer und Kommunen verantwortlich und damit ein Pionier bei der Bereitstellung von IT- und Kommunikationsdienstleistungen für die öffentliche Verwaltung. Mit 2.500 Mitarbeitern betreut der Dienstleister ca. 90.000 Digitalarbeitsplätze in sechs Bundesländern sowie 70 Gemeinden mit 5.000 Servern und vier Mainframes mit ca. 17.000 TB an Daten. Das Unternehmen erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von mehr als 507 Millionen Euro.
Dataport implementierte Software AG's Adabas & Natural seit 1994. Dieter Urbach, Leiter Operations Services und Projekte bei Dataport, lernte die zIIP-Aktivierungsoptionen von Software AG durch seine intensive Mitarbeit in den Adabas & Natural-Arbeitsgruppen kennen und war schnell überzeugt. „Als wir vor der Entscheidung standen, Sachsen-Anhalt als neuen Kunden aufzunehmen, war der IBM® zIIP™ (z Systems® Integrated Information Processor) genau das Richtige“, erklärte Urbach. „Die Verlagerung der Arbeitslast die zIIP-Prozessoren würden die Hauptprozessoren entlasten, die dann ohne Ausrüstungsaufrüstung und den Erwerb von IBM-Lizenzen für externe Kunden genutzt werden könnten: Mainframe-Kapazitätsproblem gelöst, dank zIIP.
Die zIIP-Befähigung kann die Mainframe-Kapazität erheblich verbessern, indem der von Natural unterstützte Batch- und Online-Workload vom allgemeinen Prozessor auf ein IBM zIIP verlagert wird. Dataport konnte diese Ergebnisse in einer ersten Testphase für den Haupt-Workload KIDICAP erzielen. KIDICAP ist das Lohn- und Gehaltsabrechnungssystem des Bundeslandes Bremen und soll auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg eingesetzt werden.
Die erste Bilanz brachte die Mitarbeiter bei Dataport zum Staunen: „Die CPU-Zeiten für einen Abrechnungslauf sind in einigen Beispielen von 90 CPU-Minuten vor der Auslagerung auf nur 20 CPU-Minuten nach dem zIIP-Offload gefallen“, erzählt Christina Möllenberg, Systemtechnikerin bei Dataport. „Absolut lohnenswert also, sodass wir uns entschieden haben, den zIIP-Enabler für nahezu alle Batch-Bereiche einzuführen“, fasst sie zusammen. Sachsen-Anhalt und Brandenburg können eingebunden werden.
Gesagt, getan: Seit April 2014 laufen bei Dataport die normalen Natural- Batch-Verfahren auf dem zIIP. Außerdem Online-Verfahren, die als Batch laufen – so auch das Personalabrechnungs-verfahren KIDICAP für mehrere Bundesländer, darunter jetzt die Neukunden Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Weitere Beispiele sind PERMIS – das Beihilfeabrechnungsverfahren, das Dataport u.a. für Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen betreibt – sowie PROSA, das aktuelle Sozialhilfeverfahren für Hamburg.
Die Ergebnisse sprechen für sich. Die Auslastung des Hauptprozessors ist bei allen Anwendungen deutlich zurückgegangen, wodurch Hauptspeicherkapazität frei wird. Kürzere Stapel- und Online-Laufzeiten sind zusätzliche Vorteile, die den Druck auf Personal und Leistung verringern. ÜberwachungNachdem Dataport die Anwendungslast auf dem Hauptprozessor um bis zu 99 Prozent reduziert hatte, fügte das Unternehmen Adabas für zIIP hinzu und erzielte weitere Einsparungen, indem es bis zu 75 Prozent der Datenbank-Workload vom Mainframe-Prozessor auf zIIP verlagerte.
Alles in allem ist dies ein Ergebnis, auf das Dataport und Software AG stolz sein können. Dank Adabas & Natural für zIIP konnte Dataport mehr Kunden bedienen, ohne neue Maschinen anschaffen zu müssen. Die Installation und Bereitstellung verlief reibungslos, und die Zusammenarbeit mit Software AG war hervorragend, ebenso wie die allgemeine Stimmung unter den Mitarbeitern von Dataport. „Unsere Kunden sind zufrieden, denn ihre Prozesse laufen nicht nur schneller, sondern auch reibungsloser“, sagte Herr Urbach. Das ist angesichts der hohen Kundenzufriedenheitsziele von Dataport sicherlich ein positiver Effekt.